Angesichts der Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) vor allem für die Kommunen kurzfristige, aber auch langfristige Hilfe gefordert. »Länder und Kommunen wissen am besten, was getan werden muss«, sagte Schulze im Rundfunk Berlin-Brandenburg. Deshalb sei es wichtig, »dafür zu sorgen, dass sie das nötige Geld haben, um zu investieren, jetzt in der Notlage – und später, wenn es um die Vorsorge und den Wiederaufbau geht«.

Schulze mahnte rasche Hilfe an: »Bund und Länder müssen schnell eine Lösung finden, wie den Betroffenen dort in den Regionen geholfen werden kann.« Die Umweltministerin forderte zudem mehr Investitionen in Klimaschutz. Die Unwetter zeigten, dass der Klimawandel in Deutschland angekommen sei. »Das sind historische Wassermengen, die wir jetzt sehen.«

Dreyer: »Es ist ein langer Weg, auch ein teurer Weg«

Auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) dringt auf Hilfe des Bundes zur Bewältigung der Folgen der Unwetterkatastrophe. »Das Leid ist groß in unserem Bundesland. Unser Bundesland hat so etwas noch nie gesehen«, sagte Dreyer im ZDF. Es sei klar, dass diese Katastrophe nicht allein durch das Bundesland zu stemmen sei, erst Recht nicht durch die Kommunen. »Es ist ein langer Weg, auch ein teurer Weg.«

Dreyer nannte es »beruhigend«, dass die Bundesregierung bereits Hilfe zugesagt habe. Die SPD-Politikerin verlangte auch mehr Anstrengungen für den Klimaschutz. Diese »Wahnsinnswelle« habe alle Dimensionen gesprengt, dagegen gebe es keinen Schutz. Deshalb müsse nun vor allem die Ursache solch einer Lage beseitigt werden. »Wer jetzt noch nicht begriffen hat, dass der Klimawandel seine Folgen hat, dem ist nicht zu helfen.«

Seehofer: Bundesregierung schürt ein »großes Paket«

Die Bundesregierung will innerhalb weniger Tage umfangreiche Finanzhilfen für die Hochwasser-Geschädigten vorbereiten. »Das Konzept dafür entwickelt mein Haus…