Zwar scheint sich die Corona-Lage weltweit auch in diesem Sommer etwas zu entspannen. Zwar plant die Bundesregierung ab August weitere Lockerungen für Urlaubsländer und Einreiseverordnungen. Dennoch stehen derzeit noch immer 122 Länder ganz oder teilweise auf der Liste der Risikogebiete – und sind daher nach Ansicht vieler Experten für einen Urlaub eher nicht zu empfehlen. Zumindest nicht für Ungeimpfte.

Ein Viertel der Bundesbürger will sich davon offenbar nicht abschrecken lassen. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov lehnen es zwar zwei Drittel der Deutschen ab, in einer von der Bundesregierung als Corona-Risikogebiet eingestuften Region wie beispielsweise Spanien ihre Ferien zu verbringen. 25 Prozent jedoch gaben an, dass sie Ferien in solchen Risikogebieten für vertretbar hielten.

Unter den einfachen Risikogebieten führt die Bundesregierung derzeit Urlaubsregionen wie die Türkei. Portugal und Zypern sind sogar als Hochinzidenzgebiete mit besonders hohen Infektionszahlen eingestuft. Rückkehrer aus diesen beiden Ländern, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind, müssen für 5 bis 10 Tage in Quarantäne.

Wer aus den elf Ländern mit einer starken Verbreitung besonders gefährlicher Virusvariantengebieten außerhalb Europas zurückkehrt, muss sogar für 14 Tage in Quarantäne. Das gilt auch für Geimpfte und Genesene.

Laut der Umfrage unterstützt eine große Mehrheit von 73 Prozent die Quarantänepflichten. 39 Prozent sind dafür, dass sie so beibehalten werden, wie sie sind. Weitere 34 Prozent sind sogar für eine Verschärfung. Nur 22 Prozent sind für einen Lockerung oder Abschaffung der Quarantänepflicht.

Die Bundesregierung hat die Reiseeinschränkungen für Urlauber schon gelockert und plant bereits weitere Erleichterungen. Die Kategorie der Risikogebiete, in die derzeit 82 Länder eingestuft sind, sollen möglicherweise zum 1. August mit einer neuen Einreiseverordnung entfallen.

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach warnte…