Der zweitgrößte US-Autobauer Ford ruft weltweit knapp 775.000 Autos vom Typ Explorer aufgrund erhöhter Unfallgefahren zurück. Das Unternehmen warnte vor Mängeln an Achse und Radaufhängung des SUV, die zu erheblich verringerter Steuerkontrolle führen könnten.

Ford sind bislang nach eigenen Angaben sechs Berichte über Verletzungen im Zusammenhang mit dem Defekt in Nordamerika bekannt. Besitzer könnten das Problem bei ihren Fahrzeugen der Mitteilung zufolge an Klopfgeräuschen und falsch ausgerichteten Hinterrädern erkennen.

Der Rückruf umfasst die Modelljahre 2013 bis 2017 und betrifft vor allem den US-Markt, wo rund 676.000 Autos zurückgerufen werden. In China seien fast 60.000 Autos betroffen, für Europa bezifferte Ford die Anzahl der problematischen Fahrzeuge auf 13.162 Stück. Die nötigen Reparaturen sollen im August beginnen.

Der US-Autobauer rief zwei weitere Modelle zurück, die jedoch fast ausschließlich Nordamerika betroffen sollen: 35.000 Ford F-350 Super Duty der Baujahre 2020 und 2021 wegen eines Problems mit einer Schweißnaht betroffen. Auch bei 41.000 Aviator von Fords Luxusmarke Lincoln gebe es Probleme, weil der Batteriekabelbaum möglicherweise nicht richtig befestigt sei. Das Problem könne zu einem Kurzschluss und einem möglichen Brand führen.