In den USA wird ein Gesetz aus der Ära des US-Präsidenten Donald Trump rückgängig gemacht, das den Wasserdurchfluss von Duschköpfen neu regelte. Trump hatte sich während seiner Amtszeit darüber beschwert, dass er aufgrund der Begrenzung der Duschköpfe nicht nass genug werde. Die Begrenzung wurde einst eingeführt, um Wasser einzusparen.

Das Energieministerium kehrt nun zum Stand von 2013 zurück, seit 1992 schrieb das Bundesgesetz vor, dass neue Duschköpfe nicht mehr als 9,5 Liter pro Minute ausstoßen dürfen. Praktische Auswirkungen wird die Regeländerung aber kaum haben, da fast alle handelsüblichen Duschköpfe noch immer der damaligen Regelung entsprechen.

Die im Dezember durch die Trump-Administration in Kraft getretene Regelung erlaubte die 9,5 Liter pro Minute pro Düse, nicht pro Duschkopf. Bei modernen Duschköpfen mit mehreren Düsen wäre demnach eine deutlich größere Wassermenge möglich gewesen. Verbraucher- und Umweltschutzgruppen kritisierten die Regeländerung als albern, unnötig und verschwenderisch.

Rückkehr zur alten Regelung soll Einsparungen bringen

Durch die Rückkehr zur alten Regelung geht das Energieministerium von Einsparungen in Höhe von etwa 38 Dollar pro Haushalt und Jahr aus. Die Regeländerung soll kommende Woche im Federal Register, dem Amtsblatt der USA, veröffentlicht werden.

Trump hatte sich durch die Aussetzung der Begrenzung Vorteile beim Haarewaschen erhofft. Er hatte sich in der Vergangenheit wiederholt darüber beschwert, dass das Wasser zu langsam laufe. »Also, was machen Sie? Sie stehen einfach länger da, Sie duschen länger«, hatte Trump bei einer Ansprache gesagt. »Ich weiß nicht, wie es bei Ihnen aussieht, aber mein Haar muss perfekt sein.«