Autobauer
VW schüttelt Corona wohl ab – aber Chip-Probleme in China

Das Volkswagen-Logo glänzt in der Sonne. Die insgesamt wieder deutlich anziehenden Verkäufe haben den Volkswagen-Konzern im ersten Halbjahr voraussichtlich endgültig aus dem Corona-Absatztief Mitte 2020 gezogen. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

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Die Corona-Pandemie hatte die Autobauer ins Mark getroffen. Nun sieht es für die VW-Gruppe aber wieder besser aus – wären da nicht zunehmende Probleme bei der Versorgung mit Chips in China.

Die insgesamt wieder deutlich anziehenden Verkäufe haben den Volkswagen-Konzern im ersten Halbjahr voraussichtlich endgültig aus dem Corona-Absatztief Mitte 2020 gezogen.

Vor allem in China gibt es jedoch zunehmend Probleme bei der Versorgung mit den weiterhin knappen Halbleiter-Bauteilen, was die Geschäfte der Wolfsburger im wichtigsten Automarkt zuletzt spürbar ausbremste.

Nach jüngsten Daten lieferten die Marken der größten europäischen Autogruppe zwischen Januar und Juni weltweit knapp fünf Millionen Fahrzeuge aus. Dies entspricht einer Steigerung um rund 28 Prozent gegenüber der ersten Jahreshälfte 2020, als pandemiebedingte Schließungen von Werken und Händlern sowie die eingebrochene Verbrauchernachfrage die Autobranche noch schwer getroffen hatten.

Im Heimatmarkt Westeuropa konnten die Verkäufe nun um fast 31 Prozent zulegen, hier hatte die Erholung im Frühling teils noch gestockt. Für Nordamerika meldete VW ein Halbjahres-Plus von gut 45 Prozent.

In China stand am Ende eine mehr als 16-prozentige Steigerung. Das zweite Quartal allein betrachtet war indes schwach, von April bis Juni wurden 12 Prozent weniger Fahrzeuge an die Kunden gebracht. Die drei Monate davor (plus 61 Prozent) waren noch stark verlaufen. VW-China-Chef Stephan Wöllenstein sprach wegen der Lieferengpässe bei…