Unser Planet erwärmt sich – die Folgen sind gravierend. Hitzewellen sind nur die eine Seite. Die Klimaerwärmung hat auch Einfluss auf die Häufigkeit von Starkregenereignissen.

Tote und Vermisste, eingestürzte Häuser und überflutete Städte – der Westen Deutschlands erlebt extreme Niederschläge. Angesichts des fortschreitenden Klimawandels drängt sich die Frage auf: Treffen solche Katastrophen Deutschland künftig häufiger? Die wichtigsten Antworten.

Welche Wetterlage hat aktuell zu den Überschwemmungen geführt?

Der Deutsche Wetterdienst begründet die aktuelle Wetterlage damit, dass sich ein Tiefdruckgebiet über dem Westen Deutschlands «festgefressen» hat. Das Tief werde an allen Seiten von Hochdruckgebieten flankiert, die extrem feuchte Luft könne daher nicht ausweichen, erklärt DWD-Meteorologe Marco Manitta. «Solche Wetterlagen sind in den letzten Jahren häufiger geworden», sagt Manitta. Im umgekehrten Fall – also wenn ein Hoch von Tiefs «eingekesselt» wird – kommt es zu extremer Hitze und Dürre.

Die größten Niederschlagsmengen gab es Manitta zufolge in einem breiten Streifen vom Sauerland über das Bergische Land und die Eifel, den Großraum Köln/Bonn bis zur Grenze nach Luxemburg. Spitzenreiter war Rheinbach-Todenfeld (Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen) mit 158 Litern pro Quadratmeter in 24 Stunden – wobei das meiste davon in kürzerem Zeitraum vom Himmel fiel, wie der Experte erklärte.

Was hat die Klimaerwärmung damit zu tun?

Zwei Effekte der Klimaerwärmung nähmen Einfluss auf die Häufigkeit solcher extremen Starkregenereignisse, sagt Peter Hoffmann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung: Zum einen verdunstet bei höheren Temperaturen mehr Wasser und die wärmere Atmosphäre kann mehr Feuchtigkeit speichern. Das begünstigt hohe Niederschlagsmengen.

Zum anderen…