Die sechs Gebäude stürzten in der Nacht in dem Eifelort Schuld wegen Überflutungen und Dauerregens ein. Eine Vielzahl von Häusern ist laut Polizei Koblenz instabil und einsturzgefährdet. Nach Angaben der Polizei werden derzeit mehr als 30 Menschen in der kleinen rheinland-pfälzischen Gemeinde vermisst.  

In mehreren weiteren Eifelorten sitzen Menschen in Häusern fest, die von Wasser eingeschlossen sind. Geplant sind Rettungen aus der Luft, wie der Südwestrundfunk (SWR) berichtet. In mehreren Kreisen in Rheinland-Pfalz hatten die Behörden zuvor den Katastrophenfall ausgerufen.

Im Landkreis Ahrweiler seien Menschen auf die Dächer ihrer Häuser geflüchtet und warteten dort auf die Rettungskräfte. Laut Polizei sterben im Kreis mindestens vier Menschen in Folge der Unwetter. Die genauen Umstände seien noch unklar. Die Opfer wurden demnach an mehreren Orten gefunden.

Auch im Eifelkreis Bitburg-Prüm ist die Situation wegen Hochwassers nach Angaben eines Kreis-Sprechers extrem gefährlich. Zwei Helfer des Technischen Hilfswerks seien von den Fluten eingeschlossen, es besteht Lebensgefahr, wie der SWR berichtete.

Damm der Steinbachtalsperre droht zu brechen

Der Damm der Steinbachtalsperre in Euskirchen im Südwesten von Nordrhein-Westfalen droht aufgrund des Unwetters zu brechen. Eine nahegelegene Autobahn wurde vollgesperrt, wie die Polizei mitteilte. Zur Beobachtung des Dammes seien das Technische Hilfswerk (THW) und die Polizei vor Ort. Die Talsperre drohte aufgrund des stundenlangen Starkregens zeitweise überzulaufen, das Wasser schwappte bereits über die Dammkrone der Staumauer. Inzwischen ist der Pegelstand laut THW leicht gesunken. Von Entwarnung könne aber keine Rede sein.

Feuerwehrleute versuchen im Ahrtal mit Sperrwänden Schlimmeres zu verhindern

Auch andere Talsperren in Nordrhein-Westfalen sind nach dem andauernden Starkregen, den das Tiefdruckgebiet „Bernd“ mitbrachte, am Limit. In Hückeswagen im Oberbergischen Kreis lief die Bevertalsperre über….