Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat sich in mehreren von der dramatischen Hochwasserlage betroffenen Gemeinden ein Bild der Lage gemacht. Am Morgen besuchte der CDU-Chef die Kleinstadt Altena im Märkischen Kreis.

Dort war am Mittwochnachmittag ein 46-jähriger Feuerwehrmann nach der Rettung eines Mannes aus einem überfluteten Stadtteil ins Wasser gestürzt und abgetrieben. Seine Kollegen hatten ihn nur noch tot bergen können. Ein weiterer Feuerwehrmann starb während eines Einsatzes im nahen Werdohl – hier geht die Polizei von einem internistischen Notfall aus. Zudem seien zwei Helfer verletzt worden.

Laschet sagte den Menschen in Altena die Unterstützung des Landes zu. »Wir tun alles, von der Polizei, von der Feuerwehr, vom Land aus, dass so schnell wie möglich wieder Normalität hier in Altena einkehrt«, versprach Laschet in Radio MK, dem Lokalradio des Märkischen Kreises. Das Land helfe jetzt zunächst bei den Katastrophenschutzplänen. Danach gehe es um eine Bestandsaufnahme, wie der Region ansonsten geholfen werden könne.

Laschet: Katastrophe in Hagen verhindert

Im Anschluss reiste Laschet nach Hagen. Dort ließ er sich vom Krisenstab und von Oberbürgermeister Erik O. Schulz (parteilos) über die Situation informieren. Die Ruhrgebietsstadt mit rund 180.000 Einwohnern war nach den heftigen Regenfällen in der Nacht zum Mittwoch von Überflutungen besonders schwer betroffen. Ein Altenheim musste evakuiert werden. Stadtteile waren zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten. Teilweise waren Autos von den Wassermassen fortgespült worden.

Laschet lobte das vorausschauende Handeln der Verantwortlichen in Hagen. Es seien schon Vorbereitungen für den Krisenstab getroffen worden, als noch die Sonne schien, sagte der Landeschef. So habe eine größere Katastrophe verhindert werden können.

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