Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Menschen in den Hochwassergebieten in Deutschland Unterstützung zugesagt. Sie habe bereits mit Finanzminister Olaf Scholz (SPD) gesprochen, wie die Bundesregierung helfen könnte. Man werde auch in der Bundesregierung sprechen, welche Hilfe man bei den anstehenden Aufbauarbeiten leisten könne, sagte Merkel.

»Sie können darauf vertrauen, dass alle Kräfte unseres Staates, von Bund, Ländern und Gemeinden, gemeinsam alles daran setzen werden, auch unter schwierigsten Bedingungen Leben zu retten, Gefahren abzuwenden und Not zu lindern«, sagte sie weiter. Andere Länder hätten außerdem bereits ihre Solidarität ausgedrückt und Hilfe angeboten.

Die Bundeskanzlerin sagte zudem: »Ich bin erschüttert von den Berichten, die mich erreichen aus den Orten, die jetzt ganz unter Wasser stehen.« Die Kanzlerin trauere um alle, die ihr Leben verloren haben. Sie fügte hinzu: »Friedliche Orte durchleben in diesen Stunden eine Katastrophe, man kann sagen eine Tragödie.«

»Noch wissen wir die Zahl nicht, aber es werden viele sein – manche in den Kellern ihrer Häuser, manche als Feuerwehrleute, bei dem Versuch andere in Sicherheit zu bringen. Und ihren Angehörigen gilt meine tief empfundene Anteilnahme«, sagte Merkel. Es werde alles getan, um die noch vermissten Menschen zu finden.

Merkel ist gerade in Washington und besucht dort die US-Vizepräsidentin Kamala Harris und US-Präsident Joe Biden. Die Bundeskanzlerin ist die erste Regierungschefin aus Europa, die Biden seit seiner Amtsübernahme im Januar im Weißen Haus empfängt. Der Besuch soll den Neuanfang der deutsch-amerikanischen Beziehungen nach einem Tiefpunkt in der Ära von Bidens Vorgänger Donald Trump markieren.

Bei den Unwettern in Deutschland sind bisher Dutzende Menschen gestorben, viele werden vermisst. Straßen sind überflutet, Häuser sind eingestürzt, und Dämme drohen zu brechen.