Quartalszahlen
Corona-Erholung: US-Banken scheffeln Milliardengewinne

Eine Filiale der Citibank in New York. Foto: Mark Lennihan/AP/dpa

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Die großen US-Geldhäuser reduzieren ihre Risikovorsorge aufgrund der Erholung der Wirtschaft von der Corona-Krise – das kommt den Bilanzen zugute. Dabei laufen die Geschäft nicht überall rund.

Der US-Finanzriese Citigroup hat im zweiten Quartal wegen stark gesunkener Kapitalpuffer für ausfallbedrohte Kredite wieder deutlich besser verdient. Im Vierteljahr bis Ende Juni schrieb die Bank unterm Strich einen Gewinn von 6,2 Milliarden Dollar (5,2 Mrd Euro), wie sie am Mittwoch in New York mitteilte.

Damit schnitt die Citigroup besser als von Experten erwartet ab. Die Aktie startete mit deutlichen Kursaufschlägen in den US-Handel. «Das Tempo der weltweiten wirtschaftlichen Erholung übertrifft unsere Erwartungen», sagte Citi-Vorstandschefin Jane Fraser. Das Geschäftsklima und das Verbrauchervertrauen seien im Aufschwung.

Vor einem Jahr, als die Pandemie die Weltwirtschaft fest im Griff hatte, hatte sich die Bankenbranche noch für das Schlimmste gewappnet. Hohe Rückstellungen wegen einer befürchteten Welle an Kreditausfällen in der Corona-Krise ließen das Quartalsergebnis der Citigroup damals auf 1,1 Milliarden Dollar einbrechen.

Doch ein anhaltender Konjunkturabsturz konnte dank enormer Staatshilfen abgewendet werden. Inzwischen sind die Aussichten schon wieder viel besser. Die Citigroup konnte ihre Risikovorsorge verringern und löste im jüngsten Quartal Rückstellungen von 2,4 Milliarden Dollar auf. Von diesem Effekt profitierte die Bilanz.

Das Tagesgeschäft lief indes nicht besonders rund. Insgesamt gingen die konzernweiten Erträge um zwölf Prozent auf 17,5 Milliarden Dollar zurück. Das Kreditkartengeschäft schwächelte weiter. Zudem belasteten niedrige…