Schlimmste Wirtschaftskrise seit 30 Jahren
Ein Toter bei regierungskritischen Protesten in Kuba

Die Polizei greift gegen die regierungskritischen Demonstranten, wie hier in Havanna, hart durch

© Ramon Espinosa / DPA

Kubas schlimmste Wirtschaftskrise seit 30 Jahren sorgt für Proteste. Tausende Menschen demonstrieren seit Tagen gegen die Regierung  – und die greift brutal gegen die Aktivisten durch. Am Montag kam ein Mann dabei ums Leben.

Bei den beispiellosen regierungskritischen Protesten in Kuba hat es einen Toten gegeben. Ein 36-jähriger Mann sei am Montag bei einer Demonstration am Stadtrand von Havanna gestorben, teilte das kubanische Innenministerium am Dienstag mit. Die Behörden des Karibikstaats gehen nach Aussagen von Aktivisten brutal gegen die Demonstranten vor. 144 Menschen wurden laut der Protestbewegung San Isidro festgenommen oder gelten als vermisst. 

Bei dem Toten handelt es sich nach Angaben des Innenministeriums um einen Mann namens Diubis Laurencio Tejeda. Die amtliche kubanische Nachrichtenagentur berichtete, er habe sich an den „Unruhen“ im Land beteiligt. Das Innenministerium erklärte sein „Bedauern“ über den Tod des Mannes.

Wirtschaftskrise: Tausende Menschen protestieren in Kuba 

Am Sonntag waren in Kuba Tausende Menschen auf die Straße gegangen, um ihrem Unmut über die schlimmste Wirtschaftskrise seit 30 Jahren Ausdruck zu verleihen. Die Demonstrationen fanden in dutzenden Städten statt. Proteste gab es auch am Montag und Dienstag. 

Protestteilnehmer riefen unter anderem „Freiheit“ und „Nieder mit der Diktatur“. Die landesweiten Demonstrationen sind für Kuba extrem ungewöhnlich. Die einzigen erlaubten Versammlungen sind normalerweise Veranstaltungen der regierenden Kommunistischen Partei.

Am Dienstag suchten in Havanna zahlreiche Menschen nach ihren Angehörigen oder Freunden. Eine…