Internet
Behörde macht den Weg frei für besseres WLAN

Wer in einem Mehrfamilienhaus wohnt, könnte vermutlich ab nächstem Jahr besseres WLAN bekommen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

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Die Bundesnetzagentur gibt den 6-Gigahertz-Frequenzbereich frei. Damit soll Nutzern ein schnelles und stabiles Internet ermöglicht werden. Allerdings dauert es noch eine Weile, bis es losgehen kann.

Wer in einem Mehrfamilienhaus wohnt, könnte vermutlich ab nächstem Jahr besseres WLAN bekommen. Die Bundesnetzagentur gab hierfür den 6-Gigahertz-Frequenzbereich frei, wie sie am Mittwoch mitteilte.

Das bedeutet, dass Router auch in diese Frequenzen funken dürfen, bisher tun sie das nur über 2,4 und 5 Gigahertz. Mit dem zusätzlichen Signalbereich soll den Nutzern schnelles und stabiles Internet ermöglicht werden, selbst wenn es in der Nachbarschaft viele WLAN-Netze gibt und diese zeitgleich genutzt werden. Bisher bremsten sich die WLAN-Netze mitunter gegenseitig etwas aus, durch die nun freigegebene Frequenz dürfte sich dieses Problem abschwächen.

Wann die Verbraucher von der Frequenzfreigabe profitieren, ist noch offen. Denn ein Softwareupdate reicht nicht aus, vielmehr benötigen sie neue Hardware. Derzeit ist in Deutschland noch kein Router im Handel erhältlich, der für den nun freigegebenen 6-Gigahertz-Bereich benutzbar ist. Vermutlich nächstes Jahr dürften erste Geräte auf den deutschen Markt kommen. Auch die für das Internet genutzten Endgeräte – ob Smartphone, Notebook, Tablet oder Fernseher – müssen kompatibel sein mit dem neuen Technologiestandard Wi-Fi 6E.

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, war erfreut über den Schritt hin zu einem besseren drahtlosen Festnetz-Internet: «Wir verdoppeln das verfügbare Spektrum für WLAN nahezu.» Hiermit werde die weitere Digitalisierung vorangetrieben und Innovationen würden ermöglicht. Daumen…