Knapp zweieinhalb Monate vor der Bundestagswahl dürfen sich die Sozialdemokraten und ihr Kanzlerkandidat Olaf Scholz über einen zarten Aufwärtstrend in den Umfragewerten freuen.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für den SPIEGEL ist die SPD mit rund 19 Prozent den Grünen (20 Prozent) mittlerweile dicht auf den Fersen. Der Zeitverlauf zeigt zudem: Die Grünen sind im Abwärtstrend. Die Unionsparteien liegen stabil bei etwa 28 Prozent, die FDP bei 11. AfD und Linke kommen auf 10 und 6 Prozent.

Auch bei der Direktwahlfrage geht es für Scholz langsam aufwärts und für Baerbock nach unten, sodass die beiden sich nun ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den zweiten Platz hinter Unionskanzlerkandidat Armin Laschet liefern.

Jeweils rund 20 Prozent würden ihre Stimme Baerbock beziehungsweise Scholz geben, wenn es eine Direktwahl der Kanzlerin oder des Kanzlers gäbe. Laschet liegt mit 25 Prozent stabil vorn.

Der Kanzlerkandidat mit den höchsten Zustimmungswerten hat keinen Namen. Rund 34 Prozent der Befragten gaben »Weiß nicht« oder »Keinen der Genannten« an. Dieses Ergebnis bedeutet aber wohl auch, dass alle drei Kanzlerkandidaten noch Potenzial haben, Unentschlossene von sich zu überzeugen.

Mit den Zahlen dieser Umfrage würde es knapp für ein schwarz-grünes Bündnis reichen. Auch eine Ampelkoalition verfügte über eine Mehrheit. Dies gilt ebenfalls für die sogenannte Deutschland-Koalition aus Union, SPD und FDP. Rot-Rot-Grün oder Grün-Rot-Rot hätte gegenwärtig keine Mehrheit, insbesondere die Linkspartei schwächelt.

(Lesen Sie hier die Hintergründe zur Civey-Methodik.)