Der englische Fußball-Nationalspieler Marcus Rashford hat auf die rassistischen Beleidigungen reagiert, die er und weitere Spieler seit dem verlorenen EM-Finale erdulden müssen. „Ich kann mir Kritik an meiner Leistung den ganzen Tag lang anhören, mein Elfmeter war nicht gut genug, er hätte reingehen sollen“, schrieb Rashford in sozialen Netzwerken. „Aber ich werde mich niemals dafür entschuldigen, wer ich bin und wo ich herkomme.“

Rashford gab an, wegen seines Fehlschusses fühle er sich, als habe er seine Teamkollegen im Stich gelassen und frage sich seitdem immer wieder, warum er nicht getroffen habe.

Neben Rashford hatten auch Jadon Sancho, der  von Borussia Dortmund zu Manchester United wechselt, und Bukayo Saka vom FC Arsenal im Elfmeterschießen vergeben und so Italiens EM-Titel besiegelt. Alle drei erhielten viele aufmunternde Worte, aber eben auch rassistische Beleidigungen.

Johnson und Prinz William empört  

„Dieses England-Team verdient es, als Helden verehrt und nicht rassistisch beschimpft zu werden“, twitterte Premierminister Boris Johnson. „Die Verantwortlichen für diese entsetzlichen Beschimpfungen sollten sich schämen.“

Prinz William, der das Finale im Stadion verfolgt hatte, bezeichnete die Vorkommnisse als „abscheuliches Verhalten“. „Es muss jetzt aufhören, und alle Beteiligten sollten zur Rechenschaft gezogen werden.“ Die Metropolitan Police hat Ermittlungen aufgenommen und angekündigt, die Beleidigungen würden „nicht toleriert“ werden.

Sportwelt zeigt sich erschüttert

Der britische Sportminister Oliver Dowden twitterte, er teile die Wut auf die „erschreckenden rassistischen Beschimpfungen auf die heldenhaften Spieler“. Er kündigte an, die Social-Media-Netzwerke in die Pflicht nehmen zu wollen, solche Äußerungen nicht zu verbreiten. Facebook will Untersuchungen auf seiner Plattform Instagram einleiten. Manche der Kommentare kamen offenbar auch von ausländischen Trollen und Bots.

Auch der englische Fußballverband reagierte…