Beide Unternehmen haben sich schon zu Beginn der Woche auf einen Deal geeignet, für einen Produktionsstart werde das Jahr 2025 angepeilt.

Volkswagen zieht derzeit in Salzgitter eine eigene Fertigung für die oft noch knappen Batteriezellen hoch, auch um unabhängiger von externen Lieferanten zu werden.

Der Betriebsrat sieht zudem gute Chancen für den Bau eines weiteren Zellwerks in Deutschland. Man sei dem Ziel nun »einen entscheidenden Schritt näher gerückt«, erklärte der Betriebsrat. Einen konkreten Beschluss gibt es aber noch nicht.

Weil mit Appell an Bundesregierung

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), der auch im Aufsichtsrat von VW sitzt, wandte sich in einer Stellungnahme an die Bundesregierung: »Wir brauchen in Deutschland wettbewerbsfähige Bedingungen für Batteriezellproduktion und ein deutliches finanzielles Engagement des Bundes. Es kann nicht sein, dass Unternehmen gezwungen werden, auf andere Länder auszuweichen, weil es anderswo höhere Förderungen gibt.«

Insgesamt entstehen in den kommenden Jahren fünf weitere VW-Zellfabriken. In Schweden ist etwa der Partner Northvolt dabei. Bei der Auswahl weiterer Standorte legte sich der Konzern nun auf Spanien fest – die Heimat seiner Marke Seat. Das Land werde »eine strategische Säule in der Elektrostrategie«, hieß es. Ein strategischer Partner werde noch gesucht.

Außerdem will die VW-Gruppe die Fertigung ihrer geplanten Elektro-Kleinwagenserie (»Small BEV«) ab 2025 in Spanien ansiedeln. Eine konkrete Investitionsentscheidung hänge in diesem Fall unter anderem davon ab, ob es staatliche Unterstützung hierfür gebe.