Anfeindungen nach EM-Aus
„Werde mich niemals dafür entschuldigen, wer ich bin“: die emotionale Botschaft von Marcus Rashford im Wortlaut

Marcus Rashford nach seinem misslungenen Elfmeter gegen Italien 

© Frank Augstein / Getty Images

Marcus Rashford verschoss im EM-Finale einen Elfmeter. Dafür musste er sich viele Anfeindungen anhören, auch rassistische. In einer emotionalen Botschaft antwortet er seinen Kritikern. Das Statement zum Nachlesen.

Der englische Nationalspieler Marcus Rashford hat sich nach seinem verschossenen Elfmeter im EM-Finale und rassistischen Beleidigungen gegen ihn mit einer emotionalen Botschaft zu Wort gemeldet. Der 23-jährige Angreifer hatte beim 2:3 im Elfmeterschießen gegen England im Endspiel der Fußball-Europameisterschaft seinen Versuch an den Pfosten geschossen. Anschließend wurde er wie seine Teamkollegen Bukayo Saka und Jadon Sancho, die ebenfalls nicht getroffen hatten, im Internet rassistisch beleidigt.

„Ich wünschte, es wäre anders gelaufen“

Auf Twitter veröffentlichte Rashford ein emotionales Statement als Antwort auf die rassistischen Anfeindungen. Die Botschaft im Wortlaut:

„Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll und ich weiß nicht einmal, wie ich in Worte fassen soll, wie ich mich jetzt fühle. Ich hatte eine schwere Saison, ich denke, das war für jeden erkennbar, und ich bin wahrscheinlich mit einem Mangel an Selbstvertrauen in dieses Finale gegangen. Ich habe bei Elfmetern immer in mich vertraut, aber irgendwas fühlte sich nicht richtig an. Während des langen Gangs habe ich mir selbst ein bisschen Zeit gespart und leider war das Ergebnis nicht das, was ich wollte. Ich fühlte mich, als hätte ich meine Teamkollegen im Stich gelassen. Ich hatte das Gefühl, alle im Stich gelassen zu haben. Ein Elfmeter war alles, um das ich gebeten hatte, um etwas für das Team beizutragen. Ich treffe Elfmeter im Schlaf, also…