Die Bundesregierung plant eine Änderung bei der Einreiseverordnung. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, ist geplant, dass künftig jeder Einreisende unabhängig vom Verkehrsweg zu Luft, Wasser oder Land entweder eine Impfung oder einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen muss.

Deshalb könne man die bisherige Einstufung von Ländern als einfache Risikogebiete dann fallen lassen, weil diese eben solche Negativtests vorschreiben. Die Einreiseverordnung läuft Ende des Monats aus und muss aktualisiert werden. Die Kategorien »Hochinzidenzgebiet« und »Virusvariantengebiet« mit Quarantäneauflagen sollen aber erhalten bleiben.

Dem SPIEGEL wurden die geplanten Änderungen aus Regierungskreisen bestätigt. Allerdings dürften noch die Ministerien ihre Einschätzungen abgeben. Ziel sei es, die neuen Verordnungen im Bundeskabinett am 21. Juli zu beschließen. Das Kanzleramt hatte zuletzt bereits bei den anderen Ressorts dafür geworben, die Einreiseregeln zu ändern.

Als Virusvariantengebiete gelten laut Auswärtigem Amt Regionen oder Länder mit besonders hohem Infektionsrisiko durch verbreitetes Auftreten bestimmter Mutationen des Coronavirus. Als Hochinzidenzgebiete werden Gebiete mit besonders hohen Ansteckungszahlen bewertet (ab 200 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen). »Einfache Risikogebiete« sind dagegen solche ab 50 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Eine Übersicht der aktuellen Einstufungen findet sich hier.