von Dieter Hoß
12.07.2021, 20:27 Uhr

Paneuropäisch angelegt, sollte diese Fußball-EM von vornherein kein Euro-Turnier wie jedes andere sein. Dann kam Corona dazu und sorgte für besondere Bedingungen. Was von dieser EM bleibt.

A wie Alter: Auf zusammen satte 70 Jahre bringen es Giorgo Chiellini und Leonardo Bonucci, die beiden Innenverteidiger des neuen Europameisters Italien. Erfahrung gewinnt Titel kann man da nur sagen, nicht wahr Herr Löw?! Die hier zeitweise aussortierten Hummels und Müller sind gegen die beiden fast noch junge Hüpfer.

B wie Battle of Britain: Das älteste Länderspiel der Welt, England gegen Schottland, war mal wieder Teil eines großen Turniers. Es endete wie vor 149 Jahren torlos. Von Battle war auf dem Rasen von Wembley eher wenig zu sehen; es war Englands mauester Kick. Dagegen ging es vor allem am Leicester Square richtig ab. Auf die schottische Invasion in die Innenstadt von London werden mindestens 2500 neue Corona-Infektionen zurückgeführt.

England vs. Schottland
„Tartan Army“ erobert London: Schottische Invasion vor der „Battle of Britain“

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Delta-Variante? Welche Delta-Variante? Schottische Fans feiern auf dem Leicester Square mitten in London

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C wie Corona: Natürlich. Nervte wie in allen anderen Lebenslagen und sorgte selbst bei bester Stimmung für ein mulmiges Gefühl oder ein schlechtes Gewissen. Tausende Neuinfektionen wurden auf die EM zurückgeführt. Mancher Spieler war wegen des Virus gar nicht dabei.

D wie Deutschland: Nix zu holen für „die Mannschaft“, die sich nur einmal aus dem Schneckenhaus traute (beim 4:2 gegen Portugal). Der WM-Titel ist schon wieder sieben Jahre her. Auch die zurückgeholten Ex-Weltmeister Hummels und Müller zündeten nicht, neue Talente sind rar. Die Hoffnung ruhen auf dem Ende der Löw-Ära. Italien hat gezeigt: Von einer…