Bundestagswahl
Scholz findet Kritik an Baerbock übertrieben

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat Vorwürfe gegen die Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock als etwas übertrieben bezeichnet. Foto: Kay Nietfeld/dpa

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Im Kampf ums Kanzleramt sagt SPD-Kandidat Olaf Scholz, dass seine Grüne Mitstreiterin als Frau anders behandelt werde. Das sei «nicht fair» und gehöre «auch ausgesprochen».

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat Vorwürfe gegen die Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock als etwas übertrieben bezeichnet. Er selbst habe für sich entschieden, «harte Kritik an mir oder meiner Partei nie als Kampagne zu empfinden», sagte Scholz der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Für seinen eigenen Wahlkampf gebe es nun ein «Momentum». Scholz: «Das Rennen ist offen.»

Jeder mache Fehler und im Wahlkampf werde besonders genau geschaut, sagte Scholz. «Trotzdem finde ich die Kritik im Fall von Frau Baerbock ein bisschen übertrieben.» Baerbock ist das Ziel von Plagiatsvorwürfen wegen ihres Buchs «Jetzt. Wie wir unser Land erneuern». Zuvor hatten eine verspätete Nachmeldung von Zahlungen an den Bundestag und Klarstellungen beim Lebenslauf Baerbocks Wahlkampf geschadet. Dieser hatte nach der Entscheidung der Grünen-Spitze für Baerbock als Kandidatin im April mit einem Umfragehöhenflug begonnen.

«Klar ist: Das ist ein harter Test, wenn man sich um das Amt des Regierungschefs oder der Regierungschefin des größten Landes der Europäischen Union und einer der leistungsfähigsten Volkswirtschaften der Welt bewirbt», sagte Scholz. «Darüber darf sich niemand wundern.» Scholz selbst hatte Angriffe wegen der Cum/Ex-Affäre während seiner Zeit als Hamburger Bürgermeister und wegen des Skandals um den Finanzdienstleister Wirecard hinnehmen müssen.

Unabhängig von den aktuellen konkreten Fragen gelte: «Frauen werden anders behandelt als…