Eine Woche vor seinem 71. Geburtstag soll sein Traum in Erfüllung gehen: Der britische Unternehmer und Abenteurer Richard Branson will mit Hilfe seiner Raumfahrtfirma Virgin Galactic ins All fliegen. Mit ihm zusammen werden zwei Piloten und drei weitere Missionsexpertinnen und -experten in das Raumflugzeug steigen.

Richard Branson, Unternehmer und Abenteurer
»Darauf freue ich mich schon seit 17 Jahren. Ich habe mir erst vor zwei oder drei Tagen erlaubt, mich zu freuen, als mich ein Techniker anrief und sagte: ›Alle Kästchen sind abgehakt.‹«

Es ist bereits der vierte bemannte Testflug des Unternehmens, allerdings der erste mit voller Besatzung. Bransons Familie fiebert mit ihm mit – nur seiner Frau bereitet das Vorhaben etwas Sorge.

Richard Branson, Unternehmer und Abenteurer
»Sie ist eben, wie sie ist: ›Wenn du so blöd bist, diese wunderbaren Dinge zu tun, mach es, aber ich werde nicht zu deiner Beerdigung gehen.‹ Aber jetzt im Ernst: Sie verfolgt das gesamte Raumschiffprogramm seit 17 Jahren und hat es sehr unterstützt.«

»Unity 22« wird in einer Höhe von etwa 15 Kilometern von einem Virgin Galactic-Trägerflugzeug gestartet und dann mit eigener Kraft zur Weltraum-Grenze in 110 Kilometern Höhe aufsteigen. Dort wird die Besatzung etwa vier Minuten in der Schwerelosigkeit verbringen, bevor es wieder zurück zur Erde geht. An Bord sollen es die Weltraumreisenden dabei so angenehm wie möglich haben.

Beth Moses, Chief Astronaut Instructor
»Im SpaceShip Two wird es perfekt klimatisiert sein, sodass Sie sich jederzeit absolut wohl fühlen.«

Wenn es bei dem Start am Sonntag bleibt, hat sich Branson an Amazon-Gründer Jeff Bezos vorbeigedrängelt. Bezos Raumfahrtfirma Blue Origin hatte bereits im Mai einen bemannten Flug mit der Rakete »New Shepard« für den 20. Juli angekündigt.

Beide Milliardäre träumen nicht nur davon, selbst ins All zu fliegen. Sie wollen auch bei der Erschließung eines neuen Geschäftsbereichs die Nase vorn haben: dem Weltraumtourismus. Der…