„This too shall pass” ist ein einfacher Spruch, der schon seit Urzeiten als Ausdruck von Hoffnung in schwierigen Zeiten dient: Auch das geht irgendwann mal vorbei. Seine genauen Ursprünge sind umstritten: Der Ausdruck wird verschiedenen Kulturen und Traditionen zugeordnet, vom persischen Dichter und Sufi-Mystiker Rumi über amerikanische Ureinwohner bis hin zum Neuen Testament. Doch auch in der heutigen Zeit können diese paar Worte leidenden Menschen Trost spenden – besonders inmitten einer globalen Pandemie.

„This too shall pass“ führt an den bekannten Sehenswürdigkeiten Frankfurts vorbei, unter anderem auch am Römer

In diesem trans- und interkulturellen Geist schuf auch der nigerianische Künstler Emeka Ogboh sein gleichnamiges Klangbild im Zentrum der deutschen Finanzmetropole Frankfurt. Es soll uns an das COVID-19-Pandemiejahr 2020 erinnern und zum Nachdenken anregen. Das Kunstwerk „This too shall pass“ wird als Klangteppich beschrieben, der sich vom Frankfurter Römer über den Main bis zur Dreikönigskirche am Südufer des Flusses in Sachsenhausen erstreckt. Das eindringliche Klangbild besteht aus einem eigens für die stadtweite Ausstellung komponierten Musikstück, das von Chören aus Nigerias Hauptstadt Lagos und auch aus Frankfurt für diesen Anlass aufgenommen wurde.

Das Werk verkündet auf eine hymnische Art den Aufbruch in eine neue Zeit und steht damit in der Tradition zahlloser solch zukunftsbeschwörender Musikwerke, die immer schon Themen der Revolution, des Umbruchs und der radikalen Veränderung aufgegriffen haben. Es klingt nach Hoffnung und Aufbruch, sogar ein bisschen nach Glückseligkeit. Die Eröffnung der Klanginstallation fällt mit dem 09.07.2021 allerdings auch auf den Tag, an dem weltweit 4 Millionen offizielle Corona-Todesfälle gemeldet wurden, was dem Werk einen seltsamen Beigeschmack verleiht.

Die Klangsäulen sind mit nigerianischen Stoffen verkleidet

Alles ändert sich ohnehin ständig

„Fest definierte sakrale und weltliche…