Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (Grüne) hat sich zuletzt reumütig über ungekennzeichnete Textstellen in ihrem Buch geäußert. Nun soll ihr Werk mit Quellenangaben versehen werden. Die Sprecherin des Ullstein-Verlags, Christine Heinrich, bestätigte der Nachrichtenagentur dpa einen entsprechenden »Bild«-Bericht. »In Absprache mit der Autorin werden wir in einer möglichen nächsten Auflage sowie zum nächstmöglichen Zeitpunkt im E-Book zusätzliche Quellenangaben im Buch ergänzen«, teilte die Sprecherin mit.

Dies entspreche grundsätzlich den Standards bei Nachauflagen und erfolge aus Gründen der Transparenz »auch unabhängig von der rechtlich zulässigen Übernahme von Passagen aus Public Domains«.

Baerbock wird vorgeworfen, in dem Buch mit dem Titel »Jetzt. Wie wir unser Land erneuern« Textstellen ungekennzeichnet aus anderen Veröffentlichungen übernommen zu haben. In der »Süddeutschen Zeitung« hatte sie am Donnerstag Fehler eingeräumt. »Rückblickend wäre es sicherlich besser gewesen, wenn ich doch mit einem Quellenverzeichnis gearbeitet hätte«, sagte sie der Zeitung. Sie habe bewusst auf öffentlich zugängliche Quellen zurückgegriffen, gerade wenn es um Fakten gehe, erklärte sie. »Aber ich nehme die Kritik ernst.«