Kurz vor dem Ende der Legislaturperiode hat die Große Koalition den Geheimdiensten neue Befugnisse verschafft: Sie erlaubte ihnen den Einsatz sogenannter Staatstrojaner, die bei der Bekämpfung von Verbrechen und Terror helfen sollen.

Gemeint sind Überwachungsinstrumente für verschlüsselte Chats und Anrufe über Messenger wie WhatsApp oder Signal. Mit herkömmlichen Abhörmethoden aus der analogen Welt kommen die Behörden da oft nicht weit.

Der Einsatz von Staatstrojanern soll die Sicherheit in Deutschland erhöhen, sagen Union und SPD. Die FDP-Politikerin und Digitalexpertin Ann Cathrin Riedel warnt im Stimmenfang hingegen vor großen Risiken. Denn um die Verschlüsselung zu umgehen, müssen die Behörden Sicherheitslücken in der Software finden – und offenhalten.

SPIEGEL-Redakteur Patrick Beuth erklärt im Podcast, wie das Prinzip funktioniert und warum der Nutzen von Staatstrojanern zweifelhaft ist. Thema sind auch verfassungsrechtliche Bedenken und die Frage, wie weit staatliche Überwachungsmaßnahmen im Namen der Sicherheit gehen dürfen.

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