Der amerikanische Ex-Präsident Donald Trump will sich wieder auf Twitter, Facebook und Youtube zu Wort melden können. Er fordere die rasche Wiederherstellung seiner Accounts , sagte der 75-Jährige. Bei Facebook soll Trump noch mindestens bis Anfang 2023 gesperrt bleiben. Twitter sieht sogar gar keinen Weg zurück für den früheren Präsidenten.

„Korruptes Zensurregime“ – wettert Trump

In den in Florida eingereichten Klageschriften wirft Trump Facebook, Twitter und dem Youtube-Besitzer Google sowie den Firmenchefs Mark Zuckerberg, Jack Dorsey und Sundar Pichai persönlich eine verfassungswidrige Verletzung der Redefreiheit vor. „Wenn sie das mir antun können, können sie es jedem antun“, sagte Trump und sprach von einem „korrupten Zensurregime“.

Er strebt eine Sammelklage an. Teilnehmen könnten alle, deren Accounts bei den Online-Plattformen nach dem 1. Juni 2018 „zensiert“ worden seien. Der Status als Sammelklage muss in den USA allerdings üblicherweise erst von einem Richter anerkannt werden.

Trump behauptet, dass die Online-Plattformen zu einer „Zensurabteilung“ der aktuellen US-Regierung geworden seien – unter anderem, weil sie gegen von Wissenschaftlern angezweifelte Äußerungen zum Coronavirus vorgingen. Unter den potenziellen Sammelklägern ist zum Beispiel eine Lehrerin, die sich online dagegen aussprach, dass Kinder Masken tragen sollten.

Kapitol-Erstürmung brachte das Fass zum Überlaufen

Facebook und Twitter hatten Trump im Januar kurz vor dem Ende seiner Amtszeit gesperrt. Auslöser war die Erstürmung des US-Kapitols durch Anhänger Trumps – und dass er Sympathie für die Angreifer bekundete. Außerdem behauptet er nach wie vor ohne jegliche Belege, dass ihm der Sieg bei der Präsidentenwahl im November durch Betrug gestohlen worden sei. Damit heizte er die Stimmung im Land auf.

Auf Twitter konnte Trump – bis er gesperrt wurde – auf die stolze Zahl von 80 Millionen Followern verweisen

Twitter, wo Trump mehr als 80 Millionen Nutzer folgten, war für ihn…