Dilip Kumar war einer der größten Leinwandlegenden Bollywoods. Er prägte das „goldene Zeitalter“ des indischen Kinos von den 1940er-Jahren bis in die 1960er-Jahre. Am Mittwoch, den 7. Juni, starb er im Alter von 98 Jahren in der Millionenmetropole Mumbai. 

Der Bollywood-Star gehörte zu den einflussreichsten und erfolgreichsten Darstellern Indiens und war auch über Indiens Grenzen hinaus bekannt. Er blickte auf ein 50 Jahre lange Karriere zurück und wirkte in mehr als 65 Filmen mit. Die letzte Woche hatte Kumar wegen Atemnot im Krankenhaus verbracht. 

Kumars Karriere als „König der Tragödie“ begann in den 1940er-Jahren

Beileidsbekundungen bis in die Regierungsspitze

Kurz nach der Nachricht von seinem Tod zollten ihm Filmstars und Politiker in den sozialen Medien landesweit Tribut und drückten ihr Beileid aus. Premierminister Narendra Modi sagte, Kumar werde den Menschen als „Filmlegende“ in Erinnerung bleiben. „Er begeisterte sein Publikum über Generationen hinweg mit seiner beispiellosen Brillanz“, schrieb Modi auf Twitter. „Sein Tod ist ein Verlust für unsere Kulturwelt.“

Dilip Kumar hinterlässt seine 22 Jahre jüngere Frau Saira Banu. Die Ehe war kinderlos.

Amitabh Bachchan, ein Bollywood-Kollege, äußerte sich „zutiefst traurig“ über den Tod seines ehemaligen Co-Stars im Film „Shakti“ von 1982. „Eine Institution ist verschwunden. Wann immer die Geschichte des indischen Kinos geschrieben wird, wird es immer ‚vor Dilip Kumar und nach Dilip Kumar‘ heißen“, sagte Bachchan.

Indiens tragischer Filmheld

Als Mohammed Yusuf Khan wurde Dilip Kumar 1922 in Peshawar, dem heutigen Pakistan, geboren. Seit er in den 1940er-Jahren nach Bollywood kam, war er unter dem Künstlernamen Dilip Kumar bekannt. Außerdem erhielt er den Spitznamen „König der Tragödie“, weil er in vielen seiner Rollen einen Held mit Liebeskummer spielte, der am Ende starb. Im realen Leben war er seit 1966 mit der Schauspielerin Saira Banu verheiratet.

Als Filmheld hatte Kumar meist Pech in…