Konkurrenz aus dem Netz
Supermärkte ohne Personal und ein autonomer Kiosk: Wie sich der Einzelhandel neu erfinden will

Ein großes Display hängt im Testladen „Teo“ des Einzelhändlers Tegut. Der mit 50 Quadratmetern relativ kleine Markt kommt ganz ohne Kassierer aus. 

© Björn Friedrich / Tegut / DPA

Einzelhändler haben in den letzten Jahren starke Konkurrenz bekommen: Online-Supermärkte liefern bis zur Haustür und kommen ohne Sperrzeiten aus. Viele große Handelsketten suchen deshalb nach Wegen, das Einkaufen im Laden zukunftsfähig zu machen.

Ein rollender Kiosk ohne Fahrer, ein rund um die Uhr geöffneter Laden ohne Verkäufer, ein Supermarkt ohne Kasse: Im deutschen Einzelhandel hat die Zukunft schon begonnen. An immer mehr Orten in Deutschland testen große Handelsketten wie Edeka, Rewe oder Tegut zurzeit neue Wege, ihre Läden angesichts des boomenden Online-Handels zukunftsfähig zu machen.

Wer Snacks will, muss nur winken

Beispiel Köln: In der Domstadt testen Rewe und Vodafone seit Mittwoch den nach ihren Angaben „europaweit ersten autonom fahrenden Kiosk“. Ohne Fahrer oder Verkäufer soll das Snackmobil im Kölner Gewerbecampus Carlswerk Passanten und Büroarbeiter auf Wunsch mit Snacks, Süßigkeiten und Getränken versorgen. Wer Hunger oder Durst hat, braucht nur zu winken, schon unterbricht der rollende Kiosk seine Dauerschleife durch das Gelände, so dass der Kunde einkaufen kann. Bezahlt wird kontaktlos – beispielsweise mit dem Smartphone.

Aus Sicherheitsgründen wird das Snackmobil zwar zunächst noch von einem menschlichen Betreuer begleitet. Dennoch zeigte sich Vodafone Deutschland-Chef Hannes Ametreiter vom Zukunftspotenzial überzeugt: „Wir bringen autonome Fahrzeuge vom Testgelände ins echte Leben.“

Einchecken, einkaufen, rausgehen

Das Snackmobil ist allerdings bei weitem nicht der einzige…