Das CDU-Gesetz der Macht

Endlich kennen wir nicht nur das Wahlprogramm der Union, sondern auch dessen Übersetzung in bunte Bilder: Die CDU-Wahlplakate sind da! Was mit vagen Worten begann, fließt nun in nichtssagende Bilder von freundlichen Menschen, die »gemeinsam Deutschland machen«, so der Claim der CDU-Kampagne. Wir haben in unserem Redaktionsteam viel diskutiert, was von der Unionslinie zu halten ist, die auf allzu konkrete inhaltliche Feststellungen verzichtet, und kein heißes Eisen (Hallo, Herr Maaßen!) anpackt.

Muss man das strategische Geschick anerkennen, wie die CDU jegliches Risiko vermeidet? Man könne schließlich keine Partei zwingen, hieß es, ehrlich zu sein, sich angreifbar zu machen und die Wahl zu verlieren. Oder, so die Gegenposition, muss man es nicht moralisch verurteilen, dass Armin Laschets Kampagne im Schlafwagen von Düsseldorf bis ins Kanzleramt gondeln will? Wenn es doch verfassungsmäßige Aufgabe der Parteien ist, politische Positionen zu beziehen und sich dem Meinungskampf zu stellen?

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CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak stellt die Plakatkampagne zur Bundestagswahl vor

Foto: Kay Nietfeld / picture alliance/dpa

Mich überzeugt die zweite Position, und Laschets Kampagne hat mich erinnert an das Buch »Power – Die 48 Gesetze der Macht« des US-Autors Robert Greene. Ich habe das Buch schon in meinem eigenen – Achtung, Werbehinweis! – ganz hervorragenden und nur in zwei marginalen Details von der sympathischen AfD-Abgeordneten Beatrix von Storch erfolgreich gerichtlich angegriffenen Buch über die AfD verwendet.

Die nun folgenden Sätze habe ich übrigens wörtlich aus meinem eigenen Buchmanuskript herauskopiert, das schreibe ich nur für den Fall, dass der noch sympathischere Baerbock-Plagiatsjärger Stefan Weber sich auch mal auf diesen Newsletter stürzen sollte. In »Power« jedenfalls präsentiert Robert Green 48 Lehrsätze über die Frage, wie Menschen zu Macht kommen können, wie man Konkurrenten…