CDU-Wahlkampagne
Gewerkschaft der Polizei kritisiert CDU für „Fake“-Polizistin auf Wahlplakat

Ein Wahlkampfplakat der CDU, das augenscheinlich eine Polizistin zeigen soll, sorgt für Kritik bei der Polizeigewerkschaft 

© Thomas F. Starke / Getty Images

„Wir sind für alle Bürger da, nicht die Garnitur für Wahlprogramme“: Ein Wahlkampfplakat der CDU ruft Kritik bei der Gewerkschaft der Polizei (GdP) hervor. GdP-Vize Radek wählt deutliche Worte. 

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat die CDU für ein Wahlkampfplakat mit einer als Polizistin verkleideten Mitarbeiterin als Motiv kritisiert. „So wie Polizisten nicht in Uniform auf Parteiversammlungen gehen dürfen, sollten Parteien auch nicht mit Fake-Polizisten in unserem Outfit für sich werben“, sagte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Jörg Radek der „Bild“ (Mittwoch). „Wir sind für alle Bürger da, nicht die Garnitur für Wahlprogramme, auch nicht die von Polizeifreunden. Ohne Begleittext ‚Achtung! Wahlwerbung!‘ kann das auch strafbar sein.“

CDU-Wahlkampfplakate mit Mitarbeitern und Mitgliedern

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hatte die Wahlkampfkampagne seiner Partei und die dazugehörigen Plakate am Dienstag vorgestellt – darunter auch das mit der augenscheinlichen Polizistin. Wegen der Einschränkungen und Hygienestandards seien für die Fotos keine Models oder eingekaufte Bilder genommen worden, vielmehr habe man mit Mitarbeitern und Mitgliedern der CDU gearbeitet, hieß es dabei. Die Plakate sollen mit dem Start der Briefwahl von Mitte August an geklebt und aufgestellt werden.

fs
DPA

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