Der niederländische König Willem-Alexander hat gemeinsame Anstrengungen von Deutschland und den Niederlanden im Kampf gegen den Klimawandel gefordert. »Uns ist nur allzu bewusst, wie kompliziert es ist, eine deutliche CO2-Reduktion zu erreichen«, sagte er in einer Rede vor dem Bundesrat in Berlin.

Ganz konkret sei dies beim Einsatz von Wasserstoff zu sehen, wo Deutschland und die Niederlande innerhalb der Europäischen Union eine führende Rolle einnähmen. Es ließe sich »viel zusätzliche Energie« produzieren, wenn beide Länder sich hier bei der weiteren Entwicklung der Technologie abstimmten.

»Wen man mag, dem schenkt man Zeit und Aufmerksamkeit«

Willem-Alexander hob die besondere Bedeutung der Freundschaft der Niederlande zu Deutschland hervor. »Die Pflege unserer vielfältigen Beziehungen liegt uns sehr am Herzen.« Aus diesem Grunde seien er und seine Frau Máxima auch regelmäßig zu Staatsvisiten in Deutschland. »Wen man mag, dem schenkt man Zeit und Aufmerksamkeit.«

Einen besonderen Dank richtete er an die Länder Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Diese hätten durch die Aufnahme von niederländischen Covid-19-Patienten auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie sehr geholfen.

Im Anschluss an die Rede traf das Königspaar Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Worüber gesprochen wurde, blieb ebenso geheim wie der Inhalt eines vorangegangenen Gesprächs mit Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) im Reichstagsgebäude. Willem-Alexander und Máxima besuchten bei Sonnenschein auch die dortige Dachterrasse. Im Bundestag trafen sie sich zudem mit Gesprächen mit Abgeordneten.

Der niederländische König sagte, ihm sei bewusst, dass sich Deutschland angesichts der Bundestagswahl im September in einem besonderen Jahr befinde. Aber auch wenn die Besetzung des Parlaments sich ändere, gehe das Zusammenspiel der beiden Nachbarländer weiter. Er habe einen großen »Wunsch nach Kontinuität«.