Ausgangslage:

Der viermalige Weltmeister trifft Im Wembley-Stadion in London auf den dreimaligen EM-Champion, es ist das Duell der zwei besten Offensiven in diesem Turnier. Das EM-Halbfinale zwischen Italien und Spanien verspricht Spektakel und einen großen Fußball-Abend. „Es wird ein offenes Spiel, in dem beide Mannschaften versuchen werden, ihren Stil auf den Platz zu bringen“, kündigte Italiens Verteidiger Leonardo Bonucci an.

Die Azzurri gehen nach starken Turnier-Leistungen als leichter Favorit ins Duell, aber auch die Furia Roja hat sich nach schleppendem Beginn ins Turnier gekämpft.

Stimmen der Trainer:

Roberto Mancini war auch am Tag vor dem Halbfinal-Klassiker total entspannt. „Wir haben beide ein gutes Turnier gespielt, die Chancen sind ausgeglichen“, prognostizierte der 56-Jährige, der Italien nach der verpassten WM 2018 übernahm und innerhalb von drei Jahren wieder zu einem Titelkandidaten formte. Mancinis Umstellungen fruchten schon bei diesem Turnier: Das Team spielt mutig nach vorne, verteidigt konsequent und setzt den klaren Plan des Trainers auf dem Platz um.

Luis Enrique blieb sich vor und während des Turniers treu. Der 51 Jahre alte Ex-Profi, der mit dem FC Barcelona auf Klub-Ebene alles gewonnen hat, ruht in sich. Er nahm nur 24 statt der 26 möglichen Spieler mit – keiner von ihnen spielt bei Real Madrid. „Luis Enrique, der Anführer, der eine Mannschaft aus dem Nichts erschaffen hat“, schrieb die spanische Sportzeitung „Sport“ jüngst. Die Frage, wer seinen Stil durchbringe, werde  entscheidend sein, sagte Enrique . „Unser Ziel ist klar, wir wollen den Ball, wir brauchen ihn. Aber man genieße es auch, den Ball laufen zu lassen. „Das ist der erste Kampf, der gewonnen werden muss.“ Der dreimalige Europameister Spanien werde sich daher auch gegen das bislang so starke Italien nicht zu sehr nach dem Gegner richten. „Ich konzentriere mich auf das, was wir auf dem Platz erreichen wollen“, sagte Enrique: „Wir müssen uns auf unsere Arbeit…