Klimaschutz
Grüner investieren: Brüssel prüft Förderung von Krediten

Energiewende: Die EU-Kommission will dafür sorgen, dass Konsumenten und Anleger mehr Geld in nachhaltige Güter und Projekte investieren. Foto: Christian Charisius/dpa

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Verbraucher und Anleger sollten aus Sicht der EU-Kommission umwelt- und klimafreundlicher investieren. Doch was ist mit sogenannten Übergangstechnologien? Das gehen die Meinungen stark auseinander.

Die EU-Kommission will dafür sorgen, dass Konsumenten und Anleger mehr Geld in nachhaltige Güter und Projekte investieren. Eine am Dienstag präsentierte Strategie sieht vor, die Förderung grüner Verbraucher- und Hausbaukredite zu prüfen.

Zudem soll unter anderem dafür gesorgt werden, dass Investoren bei Anlageentscheidungen mehr Informationen darüber bekommen, wie Unternehmen Kriterien aus den Bereichen Umwelt, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung berücksichtigen.

Der grüne Europaabgeordnete Sven Giegold begrüßte, dass Banken, Versicherungen und Ratingagenturen nun verbindlich zur Nachhaltigkeit verpflichtet werden sollen. Zugleich kritisierte er, dass weiterhin auch eine Unterstützung der Energieproduktion aus Erdgas als Übergangstechnologie in Erwägung gezogen wird, um Klimaziele zu erreichen.

«Während weltweit die Wälder brennen, will die EU-Kommission den Bau von Pipelines und Gaskraftwerken fördern», kommentierte der Obmann der grünen Fraktion im Ausschuss für Wirtschafts- und Finanzpolitik. Die Kommission lenke damit Investitionen in Anlagen, die ihre volle Lebensdauer nicht annähernd erreichen dürften. So werde die dringende Transformation der europäischen Wirtschaft hin zu echter Klimaneutralität verschleppt.

Kommissionsvizepräsident Valdis Dombrovskis verteidigte hingegen die Offenheit für eine Förderung von Erdgas. «Für…