It never rains in southern California. Was Albert Hammond schon 1973 gesungen hat, gilt heute wohl auch für den Norden des US-Bundesstaates: Die Niederschlagsmenge in Kalifornien ist viel zu gering. So wenig Regen fiel seit den 1970er-Jahren nicht mehr.

Welche Folgen das hat, zeigen diese Fotos der Nasa. Die Wasserpegel in den beiden größten Stauseen des Staates sind viel zu niedrig. Bilder aus dem Jahr 2019 erlauben den Vergleich: Waren die Seen – der Shasta Lake und der Lake Oroville – damals noch gut gefüllt, erkennt man heute, zwei Jahre später, einen breiten hellen Rand an den Ufern. Aus dem All ist der Boden des Sees zu erkennen, der normalerweise unter Wasser stehen sollte. Dieses Phänomen wird auch »Badewannenring« genannt.

Der Füllstand der Seen lässt sich sogar ganz konkret beziffern: Der Shasta Lake, das größte Reservoir in Kalifornien, enthielt am 16. Juni 2021 nur 41 Prozent seiner eigentlichen Kapazität – 49 Prozent der durchschnittlichen Wassermenge zu dieser Jahreszeit. Seit der Aufnahme aus dem Sommer 2019 ist der Pegelstand um 32 Meter gesunken.

Die Landwirtschaft ist auf das Wasser der Stauseen angewiesen

Dabei ist das Wasser des Shasta Lake ungemein wichtig für eine ganze Region: Der See mündet in den Sacramento River und soll die reichen landwirtschaftlichen Flächen des Central Valley versorgen.

Auch im Lake Oroville, dem zweitgrößten Stausees in Kalifornien, befindet sich viel zu wenig Wasser. Von Juni 2019 bis Juni 2021 sank der Stand um 58 Meter. Die Menge liegt nur mehr bei 35 Prozent der Kapazität und 43 Prozent des Durchschnitts – das ist kaum mehr als in den bisher trockensten Jahren 1976 und 1977. Verschiedenen Medienberichten zufolge mussten bereits acht von zehn Bootsanlegestellen rund um Oroville geschlossen werden.

Und sogar die Stromversorgung könnte beeinträchtigt werden: Sollte der Pegel noch weiter sinken, könnte das Wasserkraftwerk am Stausee möglicherweise abgeschaltet werden müssen.

Über den Wasserstand…