Vor dem Spiel gegen England
Müller benennt die größte Schwäche der DFB-Elf – und kritisiert die Kollegen

Thomas Müller

© Federico Gambarini / DPA

Thomas Müller hat vor dem Spiel gegen England eine bessere Defensivleistung der deutschen Elf angemahnt. So leicht wie gegen Ungarn dürfe man keine Gegentreffer kassieren.

Thomas Müller ist ein fleißiger Mensch. Auf dem Rasen rotiert er in der Offensivzone, verwirrt die Gegner, kommandiert die eigenen Leute und spielt den einen oder anderen klugen Pass. Genauso ist er kommunikativ ziemlich fleißig und trägt nicht zu unrecht den Spitznamen „Radio Müller“. Und weil Müller ein geübter Redner ist, hat er am Wochenendende einige Medientermine absolviert. Er hat die Auftritte der deutschen Mannschaft beschrieben und analysiert, und er hat logischerweise auf den kommenden Gegner, die englische Nationalmannschaft geblickt – und eine Warnung an die Mitspieler gerichtet.

„Was es gegen Ungarn schlecht hat aussehen lassen, das waren die Gegentore. Das wird gegen England auch das Entscheidende sein: Dass wir kein Tor kassieren“, mahnte er. Nicht nur dem 31-Jährigen bereitet es ein gewisse Sorge, wie leicht die Ungarn ihre beiden Treffer gegen die Deutschen erzielten. Seine Mahnung war ebenfalls eine deutliche Kritik an den Kollegen: „Was auffällig ist, dass wir bei Gegentoren selten in Unterzahl sind, sondern genügend Spieler hinter dem Ball hatten.“

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