Großbritannien
Mann findet hochexplosive Geheimdokumente neben einer Bushaltestelle

Ein Brite fand einen durchnässten Stapel Papiere (Symbolbild)

© Klaus-Dieter Till / Getty Images

Sie waren vom Regen durchnässt und lagen einfach herum: Brisante Papiere des britischen Verteidigungsministeriums, die das Verhältnis zu Russland und Afghanistan beeinflussen könnten, wurden zufällig in Kent gefunden.

Ein unglaublicher Zufallsfund: Wie die BBC am Sonntag berichtete, fand ein Mann hinter einer Bushaltestelle im südenglischen Kent einen Stapel regennasser Papiere, er sah sie sich genauer an. Es handelte sich um rund 50 Seiten vertraulicher Dokumente des britischen Verteidigungsministeriums, darunter ausgedruckte E-Mails und Powerpoint-Präsentationen. Einige bezogen sich auf die umstrittene Fahrt des Kriegsschiffs „HMS Defender“: Sie belegen, dass sich London durchaus einer möglichen scharfen Reaktion Moskaus auf die Durchfahrt des Kriegsschiffes vor der Küste der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim bewusst war.

Das russische Verteidigungsministerium hatte am Mittwoch mitgeteilt, wegen der Verletzung russischer Hoheitsgewässer Warnschüsse auf das britische Kriegsschiff abgegeben zu haben. Das russische Außenministerium bestellte einen Tag später aus Protest gegen die „provokativen und gefährlichen Aktionen“ die britische Botschafterin ein. London wies diese Darstellung zurück. Demnach war die „HMS Defender“ lediglich auf einer „friedlichen Durchfahrt durch ukrainische Gewässer“ gewesen.

Heikle Dokumente lagen neben Bushaltestelle

Die nun unter so ungewöhnlichen Umständen aufgetauchten Dokumente scheinen jedoch zu zeigen, dass die britischen Ministeriumsvertreter mit einer Reaktion des russischen Militärs gerechnet hatten. Dennoch hatten sie sich gegen eine alternative Route entschieden – unter anderem, weil Moskau dann hätte…