Bisher ist Australien vergleichsweise glimpflich durch die Pandemie gekommen. Eine nahezu komplette Schließung der Außengrenzen im März 2020 und rasche Lockdowns bei vereinzelten Ausbrüchen haben die Zahlen niedrig gehalten. Nun allerdings ist die Delta-Variante des Coronavirus auch dort angekommen.

Sydney, die größte Stadt des Kontinents, ist wegen der Delta-Ausbreitung für mindestens zwei Wochen abgeriegelt. Nach einem Lockdown für Teile der Stadt weiteten die Behörden die Maßnahme am Wochenende auf den Großraum Sydney sowie umliegende Regionen aus. Mehr als fünf Millionen Menschen sind von den Einschränkungen betroffen.

Ab Samstag 18.00 Uhr (Ortszeit) wurden der gesamte Großraum Sydney, die Bergregion Blue Mountains sowie die nahe gelegenen Küstengemeinden abgeriegelt, wie die Regierungschefin des Bundesstaates New South Wales, Gladys Berejiklian, zuvor angekündigt hatte. »Wir müssen uns auf eine potenziell große Anzahl von Fällen in den folgenden Tagen einstellen.« In New South Wales stieg die Zahl der örtlich übertragenen Fälle binnen einer Woche von sieben auf mehr als hundert.

Ein Großteil der fünf Millionen Einwohner von Sydney durfte bereits seit Mittwoch die Stadt nicht mehr verlassen, um eine Verbreitung des Virus in andere Gebiete zu verhindern. Die Menschen sind aufgefordert, in den kommenden zwei Wochen nur für notwendige Besorgungen, medizinische Dienstleistungen und Sport aus dem Haus zu gehen.

Fahrdienst als Quelle des neuen Ausbruchs

Der jüngste Ausbruch geht auf einen Fahrdienst zurück, der vor rund zwei Wochen die Besatzung eines Flugzeuges in ein Quarantäne-Hotel brachte. Angesichts der Lage setzte Neuseeland am Samstag für drei Tage die Regelung aus, die Flüge ohne Quarantäne mit Australien erlaubt. Durch die sogenannte Travel-Bubble waren Reisen zwischen den beiden Ländern zuletzt wieder möglich geworden.

Auch für die westaustralische Millionenstadt Perth ordneten die Behörden Beschränkungen an. Dort gelten seit…