Xavier Bettel habe milde Symptome wie Fieber und Kopfschmerzen, werde seine Arbeit aber im Homeoffice fortsetzen, teilte eine Sprecherin des luxemburgischen Premiers mit. Vorgesehen seien zehn Tage Quarantäne.

Der 48-Jährige hatte am vergangenen Donnerstag und Freitag noch am Gipfeltreffen der Europäischen Union in Brüssel teilgenommen. Für die 26 anderen EU-Staats- und Regierungschefs hat Bettels positives Corona-Testergebnis aber wohl keine Folgen.

Kein „enger Kontakt“

„Keiner der Staats- und Regierungschefs steht auf der Liste der engen Kontakte des Ministerpräsidenten“, betonte Bettels Sprecherin. In Luxemburg gilt als „enger Kontakt“, wenn sich zwei Menschen in einem geschlossenen Raum ohne Schutzmaßnahmen wie Masken länger als 15 Minuten näher als zwei Meter kommen. Dies sei nicht der Fall gewesen, hieß es aus dem Großherzogtum.

Gipfel mit Abstand: Die EU-Staats- und Regierungschefs am 24. Juni

Auch ein Sprecher des EU-Ratspräsidenten Charles Michel verwies auf Twitter darauf, dass beim Gipfel die Hygieneregeln eingehalten worden seien.

Bettel wurde nach eigenen Angaben bisher einmal gegen COVID-19 geimpft. Seine zweite Dosis hätte er demnach in diesen Tagen bekommen sollen.

wa/fw (dpa, afp, rtr)