Die erste große Überraschung bei der EURO 2020 ist perfekt. Tschechien ist mit einem 2:0 gegen die Niederlande in das Viertelfinale eingezogen. Tomas Holes (68.) und natürlich wieder einmal Patrik Schick (80.) sorgten für die entscheidenden Treffer in dieser Partie im voll besetzten Budapester Stadion. 

Das Telefon von Simon Rolfes dürfte spätestens nach diesem Spiel kaum mehr stillstehen. Denn der Sportdirektor von Bayer 04 Leverkusen dürfte so manch eine Anfrage eines internationalen Topklubs für Schick erhalten. Der 25-Jährige hat derweil sein viertes Tor in seinem vierten Spiel bei dieser EM erzielt. Wie gut er in Form ist zeigte er nicht zuletzt mit seinem Traumtor von der Mittellinie im Gruppenspiel gegen Schottland. Wie viel mehr Interesse kann man bei einem der europäischen Spitzenvereinen wecken? In Leverkusen könnte bald eine große Einnahme in Form einer Ablösesumme für Schick in den Kassen klingeln. 

Schick mit dem „Näschen“

Dass Schick torgefährlich ist, hat er auch in den vergangenen beiden Bundesliga-Spielzeiten unter Beweis gestellt. Für RB Leipzig erzielte er in der vorvergangenen Saison zehn Tore in 22 Partien. Für die Rheinländer waren es neun Treffer bei 29 Einsätzen. Keine überragenden Werte, aber dennoch eine solide Anzahl. Seine Präsenz und seine Körperlichkeit machen den Tschechen so unübersehbar in der Offensive seiner Mannschaften. 

Das gilt auch für sein Nationalteam, in dem er der Fixpunkt für Trainer Jaroslav Silhavy im tschechischen Angriff ist. Schick wird bei nahezu jedem Angriff von seinen Mitspielern gesucht, weil er sich durchsetzen kann. Aber auch, weil er über die technischen Möglichkeiten verfügt, seine Mitspieler mit gezielten Pässen einzusetzen – und weil er ein „Näschen“ für torgefährliche Situationen hat. So wie bei seinem 2:0 gegen die Niederlande, als er im richtigen Moment in den freien Raum startete und den Querpass zielsicher ins kurze Eck verwandelte. 

Effektive Tschechen

Knackpunkt der Partie:…