Pappschild ragte auf Straße
Verursachte eine Deutsche den Massensturz bei der Tour de France? Veranstalter schaltet Justiz ein

In voller Fahrt kracht der Deutsche Tony Martin auf der ersten Etappe der Tour de France in das Pappschild einer Zuschauerin

© Screenshot / sportschau.de

von Moritz Dickentmann

27.06.2021, 12:31 Uhr

Eine Frau bringt mit einem Pappschild den Großteil des Fahrerfelds der Tour de France zu Fall. Vier Profis müssen das Rennen vorzeitig beenden. Der Veranstalter will nun die Justiz einschalten – doch die Zuschauerin ist verschwunden.

Nach dem schweren Massensturz auf der ersten Etappe der Tour de France hat die Veranstalteragentur Aso angekündigt, die für die Karambolage verantwortliche Zuschauerin verklagen zu wollen. Dies berichtet die französische Tageszeitung „Ouest-France“ unter Berufung auf eine Aussage des Tour-Direktors Christian Prudhomme. Seitens der Aso sei gegen die Frau Anzeige erstattet worden, wird Prudhomme zitiert. Ob und inwiefern die Frau für den Vorfall belangt werden kann, blieb unklar – zumal sich die Verursacherin nach dem Vorfall schnell entfernt habe und seither verschwunden sei, wie es hieß. 

Später bestätigte auch der stellvertretende Renndirektor Pierre-Yves Thouault gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, die Justiz einschalten zu wollen. „Wir tun dies, damit die kleine Minderheit dem großen Rest nicht die Show verdirbt.“ 

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Die Unbekannte hatte auf der ersten Tour-Etappe gut 46 Kilometer vor dem Ziel mit einem großen Pappschild zu nah an der Strecke gestanden, wie auf TV-Bildern zu sehen war. Weil auf dem Schild „Allez Opi Omi“ stand, spekulierten französische Medien schnell, dass die Frau eine Deutsche sein könnte. Gesicherte Erkenntnisse dafür gab es zunächst jedoch nicht.

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