Wohnungsmarkt
Schock in den USA – Wall-Street-Heuschrecken kaufen alle Einzelhäuser weg

Die Großinvestoren kaufen blind, handeln nie und zahlen Höchstpreise.

© fstop123 / Getty Images

von Gernot Kramper

20.06.2021, 17:22 Uhr

Noch nie wurde so viel Geld in den Markt gedrückt wie heute. Auf der Suche nach lukrativen Anlagen hat die Wall Street das Einfamilienhaus entdeckt. Sollte der Trend nach Europa kommen, dürften Mieten und Immobilienpreise rasant steigen.

Die ganze Welt erlebt einen Immobilienboom. Angesichts der massiven Schuldenaufnahme der Regierungen und einer fortwährenden Null-Zinsen-Politik suchen Anleger nach Anlagemöglichkeiten. Es ist so viel Geld im Spiel, dass auch bisher unbeachtete Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Es ist nicht neu, dass Großanleger in Immobilien investieren, so ist auch in Deutschland ein guter Teil des Bestandes von öffentlichen Trägern in die Hand von Großinvestoren gelangt.

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Nur bislang haben sich diese Anleger nicht mit Einzelhäusern abgegeben. In den USA kann man seit der Corona-Pandemie ein Umdenken erkennen. Wall Street investiert in Einzelhäuser. Zu einen auf die klassische Weise: Anstatt nur in den Bau großer Apartmentkomplexe zu investieren, wird nur verstärkt in den Bau von Siedlungen mit Häusern investiert. Für Privatpersonen ist auch das ein Problem. Wenn ganze Neubaugebiete an einen Investor verkauft werden, kommen Interessenten, die nur ein Haus für sich und ihre Familie suchen, nicht zum Zuge. Diese Häuser werden nur zur Miete angeboten.

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Investoren wie der BlackRock-Gruppe reicht der Neubausektor nicht aus. Um ihr Geld anzulegen, kaufen sie den Markt gebrauchter Häuser leer, zumindest in den Wachstumsregionen der USA….