Haushalts-Hygiene
Warum auch frisch gewaschene Handtücher Brutkästen für Bakterien sind

Handtücher sollten nicht länger als zwei Tage in Gebrauch sein.

© Henglein and Steets/Gettyimages

Sie wirken sauber, aber tatsächlich leben sie: In Handtüchern wimmelt es von Keimen. Die Schummelei der Waschmaschinen-Hersteller mit der Temperatur macht es schwer, sie zu bekämpfen.

Wie häufig wechseln Sie Ihre Handtücher? Vermutlich viel zu selten, denn Handtücher sind weitaus schmutziger, als man denkt. Das Problem sind dabei nicht die sichtbaren Schmutzspuren, sondern unsichtbare Bakterien. Sie werden im Handtuch wie in einer Falle gesammelt. Vor der reinen Anzahl an Keimen muss allerdings niemand Angst haben. Der Körper ist darauf eingestellt in friedlicher Koexistenz mit einer Unzahl von Mikroben zu leben. 

Gefährlich wird es in WC und Badezimmer, weil dort die Hände in Berührung mit Fäkalien kommen. So werden Kolibakterien und Salmonellen auf die Handtücher gebracht. Escherichia Coli gehört zu den häufigsten Verursachern von Infektionskrankheiten. Im dunklen, feucht-warmen Milieu des Badezimmers vermehren sich die Keime dann prächtig weiter.

Charles Gerba, ein Mikrobiologe an der Universität von Arizona, wies in einer Studie nach, dass fast 90 Prozent der Handtücher mit coliformen Bakterien belastet sind und etwa 14 Prozent sogar mit Escherichia Coli. Die meisten Menschen waschen sich die Hände nicht so gründlich, dass es zu einer desinfizierenden Wirkung kommt. Die Bakterien überleben und werden mit der restlichen Feuchtigkeit in das Handtuch gerieben. „Wenn man sich nach zwei Tagen in dem Handtuch abtrocknet, bekommt man wahrscheinlich mehr Escherichia-Coli-Bakterien ins Gesicht, als wenn man den Kopf in die Toilette steckt“, sagte Charles Gerba der „Time“.

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