Eine Fälschung von Da Vincis Meisterwerk, bekannt als „Hekking-Mona Lisa“, wurde am Freitag im Auktionshaus Christie’s in Paris verkauft. Das Gemälde brachte 2,9 Millionen Euro ein. Die Veranstalter der Auktion hatten den Preis im Vorfeld auf 200.000 bis 300.000 Euro geschätzt.

Die nach ihrem ehemaligen Besitzer Raymond Hekking benannte Kopie wurde vermutlich im frühen 17. Jahrhundert von einem anonymen italienischen Künstler gemalt. In den 1960er Jahren setzte Hekking, ein Antiquitätenhändler aus Südfrankreich, alles daran zu beweisen, dass sein Gemälde das Original-Werk des berühmten italienischen Renaissance-Malers Leonardo da Vinci sei.

Raymond Hekking inspiziert ein Plakat, das die Ausstellung der angeblich originalen „Mona Lisa“ im Jahr 1956 ankündigt

„Für drei Pfund gekauft“

„Er widmete den Rest seiner Karriere dem Beweis, dass das Werk von Leonardo da Vinci dasjenige sei, das er für drei Pfund gekauft hatte und dass das Werk im Louvre eine Kopie sei“, schreibt das Auktionshaus auf seiner Website. Pierre Etienne, internationaler Direktor der Gemälde der Alten Meister bei Christie’s, zweifelt derweil nicht daran, dass es sich bei dem versteigerten Gemälde nicht um die echte „Mona Lisa“, sondern um die „Hekking-Mona Lisa“ handelt. 

Die weltberühmte Mona Lisa wurde 1914 aus dem Louvre gestohlen und Hekking war der festen Überzeugung, dass das Gemälde, das in die Galerie zurückgebracht wurde, nicht das Original war. Stattdessen sei die sich in seinem Besitz befindende „Mona Lisa“ die echte, behauptete er zeitlebens.

Die originale „Mona Lisa“ von Leonardo da Vinci

Faszination für die Mona Lisa

So unwahrscheinlich es auch schien, nahm die kunsthistorische Gemeinschaft die Behauptung trotzdem ernst. Laut Christie’s hat Pierre Etienne Artikel in französischer, englischer und russischer Sprache entdeckt, die alle bereit waren, Hekkings These in Betracht zu ziehen.

Nach Hekkings Tod im Jahr 1977 wurde die Replik an seine Familie übergeben, die…