„Im Leben ist stets Platz für Heldentaten“, schrieb einmal der russische Schriftsteller Maxim Gorki. Wieder einmal hat das Team des Jazzfest Bonn die Richtigkeit dieser Maxime unter Beweis gestellt: Während die Konzerte des Festivals pandemiebedingt zum dritten Mal in die teilweise unklare Zukunft verschoben werden müssen, fand am 12. Juni in Bonn das Finale des internationalen JazzBeet-Wettbewerbs statt.

Und das in Corona-geschuldeter „hybrider“ Form: Die Jury, hochkarätig besetzt mit der „Lyrikerin des deutschen Jazz“, der Pianistin Julia Hülsmann, dem Echo-Preisträger und Saxophonisten Roger Hanschel sowie dem renommierten Jazzkritiker Ulrich Stock, hörte sich in Bonn „in Präsenz“ die Auftritte der Bands an, die aus deren jeweiligen Heimatländern Deutschland, Ungarn, der Schweiz, Deutschland und den USA gestreamt wurden.  

Erhaben, aber nicht abgehoben: die Mitglieder des Matthieu Mazué Trios

30 junge Jazz-Trios aus zahlreichen europäischen Ländern und den USA hatten sich für den Wettbewerb beworben, mit dem das Jazzfest Bonn und die BTHV2020-Jubiläumsgesellschaft auch auf diese jazzige Art den 250. Geburtstag des großen Improvisators Ludwig van Beethoven huldigen wollten. Sechs Bands kamen in die engere Wahl und hätten im Mai 2020 in Bonn auftreten sollen. Es kam anders. Dennoch: „Wir sind sehr glücklich, dass es uns auf diese Weise gelungen ist, den JazzBeet-Wettbewerb trotz der herausfordernden Umstände durchzuführen“, sagt Gründer und Leiter des Bonner Jazzfestes Peter Materna.  

„And the winner is …“ 

Obwohl die Unterschiede zwischen den Finalisten kaum größer sein konnten, war die Jury sich sofort einig, wer der Gewinner sein würde. Nämlich das Matthieu Mazué Trio aus der Schweiz. 

„Ein Trio mit herausragender Interaktion gleichberechtigter Akteure, kraftvoll, ohne es an Sensibilität fehlen zu lassen, zeitgenössisch in seiner Ästhetik, mit einem erfrischenden Mut zum Risiko….