Das erste Foto, das je ein Mensch auf dem Mond aufgenommen hat, zeigte ausgerechnet einen Müllsack. Gemacht hatte es Neil Armstrong 1969 mit seiner Hasselblad-Kamera und im Hintergrund ist ein Teil der Mondlandefähre von Apollo 11 zu sehen.

Auf der berühmten Apoll-Mission knipste Armstrong noch viele Fotos, genau wie viele weitere Raumfahrer nach ihm. Solche Weltall-Fotos von den Anfängen der Raumfahrt werden ab 20. Juni vom Auktionshaus Ketter Kunst online versteigert. Die 377 Originalaufnahmen aus der Sammlung von Victor Martin-Malburet aus Paris entstanden zwischen 1958 und 1972 – also nicht zur Zeit von Apollo 11.

Astronauten wie Armstrong, Buzz Aldrin oder John Glenn hatten sich fotografiert ebenso wie die atemberaubenden Blicke auf Mond und Erde. Viele der Aufnahmen im Auftrag der US-Raumfahrtbehörde Nasa sind ikonisch, etwa der Fußabdruck im Staub des Mondes. Das Auktionshaus Ketterer Kunst in München spricht vom künstlerischen Erbe der Pioniere im All: »Die Fotos halten den Moment fest, in dem Science Fiction Realität wird«.

Victor Martin-Malburets hat mehr als 3000 Fotos gesammelt, auch durch Kontakte zu den Raumfahrern und deren Familien. »Astronauten waren die wohl wagemutigsten Fotografen aller Zeiten«, begründet er seine Faszination. »Aus ihren nur wenig geschützten Raumkapseln und -anzügen fingen sie mit viel Geschick sensationelle Ansichten ein, die bis heute Ehrfurcht und Staunen hervorrufen.« Es sei eine Welt der absoluten Klarheit, farblos, nur mit Schattierungen von Grau.

Joystick des Apollo-Raumschiffs

Auch der deutsche Physiker Ulf Merbold hat bei seinen Missionen ins Weltall viel fotografiert, auch wenn er offiziell dafür eigentlich keine Zeit hatte. »Ich habe jeden Tag mehrere Stunden meiner Freizeit geopfert, um hinauszuschauen und Fotos zu machen«, schreibt er im Online-Katalog zur Auktion.

Besonders schätzt er die Ansichten des Erdballs aus der Ferne, weil sie die Verletzlichkeit der Weltkugel deutlich machten: »Diese Bilder…