Den Preis in der Königskategorie „Dienst an der Öffentlichkeit“ gewann die „New York Times“ für ihre „mutige, vorausschauende und umfassende“ Berichterstattung über die Corona-Pandemie, wie die Organisatoren in New York mitteilten. Für ihre Corona-Berichterstattung wurde zudem unter anderem auch der Journalist Ed Yong vom Magazin „The Atlantic“ und der Fotograf Emilio Morenatti von der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) geehrt, der eine Serie von Bildern über die Auswirkungen der Pandemie auf ältere Menschen in Spanien gemacht hatte.

Sonderpreis für 18-Jährige

Für journalistische Beiträge rund um den Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis im Mai 2020 und die anschließenden Proteste wurden unter anderem die Mitarbeiter der dortigen Lokalzeitung „Star Tribune“ sowie die Fotografen der AP ausgezeichnet. 

Darnella Frazier erhielt einen Pulitzer-Sonderpreis (Aufnahme von 2019)

Einen Pulitzer-Sonderpreis erhielt die heute 18-jährige Darnella Frazier. Sie war es, die vor rund einem Jahr die Festnahme und Tötung von George Floyd per Video aufgezeichnet und anschließend im Internet veröffentlicht hatte. In einer „besonderen Erwähnung“ würdigte die Jury des renommierten US-Journalismus-Preises den Mut, den die junge Frau mit ihrem Griff zum Handy bewiesen habe. Fraziers Video von dem brutalen Polizeieinsatz gegen Floyd war um die Welt gegangen und hatte international Proteste gegen rassistische Polizeigewalt ausgelöst. Fraziers Video unterstreiche die „wesentliche Rolle von Bürgern im Streben von Journalisten nach Wahrheit und Gerechtigkeit“, betonte die Jury.

Preise auch für die „schönen Künste“

14 der 21 Kategorien der Pulitzer-Preise sind journalistischen Arbeiten vorbehalten, von investigativen Geschichten über Fotos bis zu Karikaturen. Die Auszeichnung wird aber auch für Literatur sowie für Musik und Theater vergeben. Aufgrund der Pandemie hatten die Organisatoren die Teilnahmeregeln für…