von Christoph Fröhlich

12.06.2021, 11:09 Uhr

Dyson verkauft neben beutellossen Staubsaugern auch futuristisch anmutende Luftreiniger. Die können seit neuestem sogar Formaldehyd aus der Luft filtern. Günstig sind die Premium-Luftreiniger allerdings nicht.

Saubere Raumluft war lange Zeit ein Nischen-Thema. Das änderte sich schlagartig mit der Corona-Pandemie: Weil sich das Virus vornehmlich über sogenannte Aerosole – winzig-kleine Partikel, die in der Luft schweben – verbreitet, gab es einen regelrechten Ansturm auf Luftreiniger. Die einstigen Ladenhüter wurden den Fachhändlern aus den Händen gerissen, Lieferzeiten von mehreren Wochen waren keine Seltenheit.

Davon profitiert auch Dyson. Der britische Technik-Hersteller ist vor allem für seine beutellosen Akku-Staubsauger bekannt, hat sich mit dem Vertrieb stylisher Raumluftreiniger jedoch ein zweites Standbein aufgebaut. Die sollen nicht nur Krankheitserreger eliminieren, sondern möglichst alles aus der Innenluft ziehen, was man weder riechen noch sehen kann, der Gesundheit jedoch schadet. Dazu gehören unter anderem Feinstaub (PM 2.5 und PM 10), Schimmel, Staub, Pollen und andere Allergene, aber auch Stickstoffdioxid und flüchtige organische Verbindungen (VOCs), wie potenziell schädliche Gerüche aus Reinigungsprodukten oder Farben genannt werden. Eine zusätzliche Aktivkohleschicht bindet Gerüche und Gase.

Dyson versus Formaldehyd

Die neueste Generation der Dyson-Luftreiniger ist nun auch in der Lage, Formaldehyd zu filtern und zu zersetzen. Formaldehyd kann als Klebstoffbestandteil in Holzwerkstoffen enthalten sein, etwa in Bauprodukten und Möbeln, und gilt als krebserzeugend. So entwickelten Ratten in Tierversuchen, welche wiederholt hohe Konzentrationen des Stoffes einatmeten, im Laufe ihres Lebens Tumore in der Nasenhöhle.

Bei Menschen ist die krebserzeugende Wirkung nicht zweifelsfrei…