LGBTQ-Rechte
Jetzt will Ungarns Regierung „Werbung“ für Homosexualität verbieten

Eine Teilnehmerin einer Pride-Demo in Ungarns Hauptstadt Budapest, das Foto stammt von 2016. In dem EU-Staat werden die Rechte von LGBT-Menschen immer weiter eingeschränkt.

© Zoltan Balogh/ / Picture Alliance

Es ist nicht das erste Mal, dass in Ungarn die Rechte Homosexueller eingeschränkt werden sollen. Die Regierungspartei plant derzeit ein neues Gesetz, von dem vor allem Jugendliche betroffen wären.

In Ungarn will die Regierungspartei von Ministerpräsident Viktor Orban „Werbung“ für Homosexualität oder für Geschlechtsumwandlungen bei Minderjährigen verbieten. Nach den Plänen von Orbans Fidesz-Partei würden die Rechte und der Schutz von homosexuellen und transsexuellen Jugendlichen damit eingeschränkt werden.

So sollen etwa an den Schulen Aufklärungsprogramme, die für einen respektvollen Umgang mit LGBT-Menschen sensibilisieren, verboten werden. Das geht aus einem Gesetzesentwurf hervor, der dem ungarischen Parlament vorliegt und der am Donnerstag bekannt wurde. Die Abkürzung LGBT steht für Lesben, Schwulen, Bisexuelle und Transgender.

Homosexuelle sollen in Ungarn als abweichend von der Norm gelten

Der Entwurf sieht auch ein Verbot von Büchern, Filmen und anderen „Inhalten“ vor, die sich an Kinder und Jugendliche wenden und in denen Sexualität dargestellt wird, die von der heterosexuellen abweicht. Auch Hinweise auf die Möglichkeit einer Geschlechtsumwandlung sollen etwa in Büchern und Filmen verboten werden. Darüber hinaus soll jede Art von Werbung verboten werden, in der Homosexuelle oder Transsexuelle als Teil einer Normalität gezeigt werden.

Die Bestimmungen sind Teil eines Gesetzesentwurfs, der auch strengere Strafbestimmungen für sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche vorsieht. Der Gesetzesentwurf soll unter…