Nach dem Coronaschock kommt die kräftige Erholung: Die Bundesbank prognostiziert für das Jahr 2021 nun ein Wirtschaftswachstum von 3,7 Prozent. »Die deutsche Wirtschaft überwindet die pandemiebedingte Krise«, begründete Bundesbank-Präsident Jens Weidmann die wachsende Zuversicht. Im Dezember hatten die Bundesbank-Ökonomen für 2021 ein Wachstum von 3,0 Prozent vorhergesagt.

Inzwischen geht die Notenbank davon aus, dass durch das Fortschreiten der Impfungen die Coronapandemie »rasch und nachhaltig zurückgedrängt« werden könne und deswegen Einschränkungen für Wirtschaft und Bevölkerung »zügig gelockert« würden. »Schon in diesem Sommer könnte die Wirtschaftsleistung wieder das Vorkrisenniveau erreichen«, sagte Weidmann.

Auch für 2022 hat die Bundesbank ihre Prognosen angehoben. Statt 4,5 Prozent Wachstum trauen die Ökonomen der Notenbank Europas größer Volkswirtschaft im nächsten Jahr nun ein Plus von 5,2 Prozent zu. Im Jahr 2023 schwächt sich der Zuwachs des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) demnach ab, beträgt aber immer noch 1,7 Prozent.

Im vergangenen Jahr hatte die Coronapandemie die deutsche Wirtschaft in die tiefste Rezession seit der globalen Finanzkrise 2009 gerissen. Das Bruttoinlandsprodukt brach 2020 nach neuester Berechnung des Statistischen Bundesamtes um 4,8 Prozent ein.

Nun blickt nicht nur die Bundesbank optimistischer in die Zukunft: Zahlreiche Volkswirte gehen von einer schnelleren Erholung aus. So fällt etwa die Prognose des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) noch höher aus als die der Bundesbank: »Wir halten sogar spürbar mehr als vier Prozent für 2021 für möglich«, sagt Sebastian Dullien, der wissenschaftliche Direktor des Instituts. Dullien glaubt, dass sich die Erholung von Konsum und Exporten etwas schneller vollzieht als von der Bundesbank angenommen.

Der Aufschwung hat allerdings auch seine Schattenseiten. So müssen sich Verbraucher angesichts der steigenden Nachfrage auf…