Videoanalyse zum Grünen-Parteitag
Annalena Baerbock, Kanzlerkandidatin Bündnis 90/Die Grünen
»Machen wir es besser, wachsen wir über uns hinaus … wir haben es in der Hand!«

Die Grünen halten an diesem Wochenende ihren digitalen Bundesparteitag ab. Der Höhenflug der Partei ist nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vorerst vorbei. Und jetzt?

Kevin Hagen, DER SPIEGEL
»Für die Grünen ist das jetzt eine wirklich schwierige Phase, die mussten zuletzt heftigste Prügel einstecken, z.B. beim CO2-Preis. Da ist es ihnen einfach nicht gelungen, den Gegnern wieder etwas entgegenzusetzen, die sie als Verbotspartei oder als Preistreiber darstellen wollen. Da machen die Grünen ihre alten Fehler. Aber es gab natürlich auch andere Pannen und auch seltsame Fehler.«

Vor allem die Aufregung um verspätet gemeldete Nebeneinkünfte der Kanzlerkandidatin und um falsche Angaben in ihrem Lebenslauf hatte Annalena Baerbock zuletzt Glaubwürdigkeit gekostet. Im Mai hatten laut Politbarometer noch 43 Prozent der Befragten die Grüne fürs Kanzleramt geeignet gehalten. Baerbock lag mit diesem Wert knapp vor Olaf Scholz und deutlich vor Armin Laschet. Nur einen Monat später hat sich das Blatt gewendet. Nur noch 28 Prozent halten Baerbock für das Amt der Kanzlerin geeignet, die Zustimmungswerte für Laschet und sogar Scholz sind gestiegen. Baerbock hatte versucht, den Schaden zu begrenzen.

Annalena Baerbock, Kanzlerkandidatin Bündnis 90/Die Grünen
»Bedauerlicherweise habe ich damals nicht auf dem Schirm gehabt, dass ich dieses Weihnachtsgeld auch der Bundestagsverwaltung hätte melden müssen. Darüber ärgere ich mich glaube ich am meisten selbst, weil das ein Fehler war.«

Kevin Hagen, DER SPIEGEL
»Sie hat sich sehr demütig gegeben. Sie hat gesagt, es tut ihr leid, aber sie hat auch klargemacht, dass das jetzt für sie nicht das wichtigste Thema ist. Und das ist sicherlich richtig, aber so einfach geht das natürlich nicht. Denn die Grünen sind die Partei, die mit einem besonders hohen…