Die französische Militärpräsenz in der Sahelzone werde nach dem Putsch in Mali „grundsätzlich neu ausgerichtet“, erklärte Präsident Emmanuel Macron in Paris. Das bedeute vor allem ein Ende des seit acht Jahren laufenden Anti-Terror-Einsatzes „Operation Barkhane“. Bislang kämpft die einstige Kolonialmacht in der Region mit bis zu 5100 Soldaten.

Die neue Strategie stehe künftig auf „zwei Pfeilern“, sagte Macron: Der eine sei der Kampf gegen den Terror auch mit Partnern aus Europa, der andere eine Kooperation mit anderen Streitkräften.

Noch kein Zeitplan

Der Präsident kündigte die Schließung französischer Militärbasen in der Sahelzone an. Einen konkreten Zeitplan für den französischen Teilabzug nannte er nicht. Über die künftige militärische Aufstellung werde er nun mit den Partnern in Afrika, Europa und anderen Ländern beraten. Bereits vor einer Woche hatte Frankreich die gemeinsamen Militäreinsätze mit Mali vorübergehend ausgesetzt.

Macron betonte, er sehe die Zukunft des französischen Engagements im Rahmen der sogenannten Takuba-Truppe, in der „Hunderte französische Soldaten“ das Rückgrat bilden sollten. Priorität hätten Spezialkräfte, „die gegen den Terrorismus kämpfen“. Zu der europäischen Eingreiftruppe in der Sahelzone gehören bisher rund 600 Soldaten, von denen rund die Hälfte aus Frankreich stammen. Auch Schweden, Tschechien und Estland sind beteiligt.

Erfolgloser Kampf gegen Islamisten

Frankreich hatte den Kampfeinsatz „Barkhane“ gegen Dschihadisten in der Sahelzone im August 2014 begonnen. Die Mission hat die Ausbreitung islamistischer Gruppen in der Region jedoch nicht stoppen können. Sie ging zurück auf eine Militärintervention anderthalb Jahre zuvor, mit der Paris das Vorrücken von Dschihadisten in Mali stoppen wollte.

Seit einigen Jahren drängt Frankreich die europäischen Partner deshalb, sich stärker in der Region zu engagieren. In den afrikanischen Ländern Mali, Niger, Tschad, Burkina Faso und Mauretanien kommt es immer…