Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die »Star Trek«-Fans unter Ihnen wissen, dass der Name »Delta« für nichts Gutes steht. So heißt der Quadrant im Universum, der die Borg beheimatet: Eine kybernetische Spezies, die alle Humanoiden, die ihr in die Hände fallen, assimiliert und zu willenlosen Drohnen macht. Dem fiesen Habitat im All wurde mit »Star Trek: Voyager« eine ganze Serie gewidmet.

Ein vergleichbares Schicksal droht uns wohl vorerst nicht, trotzdem verheißt »Delta« auch im heutigen, irdischen Kontext nichts Gutes. So lautet seit Kurzem der Name der ursprünglich erstmals in Indien nachgewiesenen neuen Coronamutante. Längst breitet sie sich über den Globus aus, in England beispielsweise dominiert sie das Infektionsgeschehen. In Deutschland ist ihr Anteil (noch) gering, was allerdings auch daran liegen könnte, dass hierzulande immer noch deutlich weniger sequenziert wird als zum Beispiel in Großbritannien.

Was von dort zu hören ist, klingt nicht so gut. Bis zu 40 Prozent ansteckender ist »Delta« laut Experten. Die Virologin Melanie Brinkmann warnte angesichts von weitreichenden Lockerungen einerseits und der sich ausbreitenden »Delta«-Variante anderseits in einem Interview schon vor einer möglichen vierten Welle im Sommer. Wie die Gefahr durch »Delta« einzuschätzen ist, hat meine Kollegin Irene Berres recherchiert, ihren Artikel finden Sie hier.

Was zwar nicht gegen die Borg hilft, aber gegen die irdische »Delta«-Gefahr: Dass sich weiterhin so viele Menschen wie möglich impfen lassen. Zwar sind die bisher verfügbaren Impfstoffe gegen »Delta« wohl minimal weniger wirksam als gegen andere Varianten des Virus. Trotzdem schützen auch sie insgesamt vor der neuen Mutante – und damit wohl auch vor der vierten Welle im Sommer.

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